Der Suffolk Punch ist in Großbritannien das älteste Zugpferd. Bereits 1506 widmete man sich in der Grafschaft Suffolk der Zucht schwerer Arbeitspferde. Die Grundlage hierfür bildeten Norfolk Cob und Norfolk Trotter, die miteinander gekreuzt wurden. Die Pferde wiesen nur wenig Behang auf, was für die Arbeit auf den schweren Lehmböden in Ostengland ein deutlicher Vorteil war. Zu Beginn der Zucht gab es den Suffolk Punch in allen Farbvariationen. Es wird angenommen, dass der Zuchthengst „Blakes Farmer“ (geboren 1760), der über eine sehr dominante Vererbung seiner Farbe verfügte, schließlich dafür gesorgt hat, dass sich die typische Fuchsfarbe manifestierte.
Die Pferderasse wurde im 20. Jahrhundert mit leichteren Warmblütern gekreuzt, um stabile, zugfähige Pferde für den Krieg zu erhalten. Heutzutage wird der Suffolk Punch überwiegend zum Ziehen von historischen Bierwägen bei Umzügen verwendet. Daneben erfreut sich die Rasse einer erneuten Beliebtheit bei der Feldarbeit auf ökologisch ausgerichteten Bauernhöfen.
Der Suffolk Punch gilt als frühreifes und langlebiges Pferd, das oft bereits im Alter von zwei Jahren im Geschirr geht und mit drei Jahren voll zur Arbeit eingesetzt wird. Sinnvoller ist es jedoch – insbesondere für eine langfristige Nutzung und anhaltend gute Gesundheit, dass die Pferde erst in höherem Alter zur Arbeit herangezogen werden.
Charakteristisch für den Suffolk Punch sind sein ruhiges Temperament, seine Freundlichkeit, sein Gehorsam und seine Leistungswilligkeit. Bei der Feldarbeit lassen sich die Pferde nur durch Stimmkommandos des Bauern lenken. Die Rasse des Suffolk Punch ist im Vergleich zu anderen Kaltblütern sehr leichtfuttrig und damit äußerst kostengünstig, da er mehr Leistung mit weniger Futtereinsatz erbringt.