Entstehungsort des Wladimirer Kaltbluts ist die Region um die Stadt Wladimir (russische Gebietshauptstadt, ca. 200km nordöstlich von Moskau), die der Rasse auch den Namen gab. In diesem Gebiet herrscht die Landwirtschaft vor, was in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Ausschlag zur Zucht einer eigenständigen Arbeitspferd-Rasse gab. Dazu wurden einheimische Pferde mit Pferden der Rassen Ardenner, Suffolk Punch, Clydesdale und Shire gekreuzt. Im Anschluss an die russische Revolution wurde das Einkreuzen ausländischer Pferderassen untersagt. Seitdem findet beim Wladimirer Traktorenpferd eine Reinzucht statt. Das Stutbuch für die Rasse gibt es seit 1946.
Bemerkenswert für das Wladimirer Kaltblut sind seine raumgreifenden Gänge, die durch die relativ flache Schulter ermöglicht werden. Auf diese Weise erscheinen die Pferde in Bewegung deutlich leichter als sie es in Wirklichkeit sind.
Gehorsam und Leistungswillen charakterisieren das Wladmirer Traktorenpferd. Als Arbeitspferd erzielt es beachtliche Ergebnisse beim Bewegen schwerer Lasten. Es ist alles in allem ein freundlicher und verlässlicher Partner für den Menschen.