Die Rasse Falabella stammt aus Argentinien. Der Name Falabella geht auf die erste Züchterfamilie zurück, die aus der Nähe von Buenos Aires stammt. Zur Entwicklung der Miniponyrasse wurden fast ausschließlich Shetlandponys verwendet, wobei eine systematische Selektion nach geringer Größe und eleganter Erscheinung erfolgte. In sehr geringem Umfang gab es auch Einkreuzungen von Englischem Vollblut zu Veredelungszwecken.
Aufgrund der geringen Größe, ist die Nutzung des Falabella stark eingeschränkt. Größere Pferde der Rasse können als Fahrpferd in Zweier- oder Vierer-Anspannung vor leichten Kutschen und mit maximal zwei Erwachsenen eingesetzt werden. In erster Linie ist das Falabella ein Pferd für Schauen, weshalb die Rasse auch explizit auf ihre geringe Körpergröße gezüchtet wurde (leider häufig zu Lasten von Gesundheit und Robustheit).
Die meisten Fohlen werden bei den Falabellas per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Eine bedenkenlose Haltung im Offenstall ist bei den Falabellas meist nicht möglich, da die kleinen Ponys aufgrund ihres geringen Körpergewichtes sehr schnell frieren.
Falabellas werden in den USA oft als Haustiere oder Streicheltiere gehalten, was jedoch nicht wünschenswert ist. Man darf nicht vergessen, dass es sich trotz der geringen Größe um vollwertige Pferde handelt, die durchaus einen sehr eigenwilligen Charakter mitbringen. Sie zeigen sich darüberhinaus sehr intelligent, umgänglich und ruhig im Temperament. Es laufen Versuche, die Falabellas zur Begleitung von Menschen mit Sehbehinderungen auszubilden – quasi als Ersatz für Blindenhunde.