Wörtlich bedeutet Piaffe "stampfen". Die Piaffe ist eine Lektion der Hohen Schule. Das Pferd führt dabei in äußerster
Versammlung einen
Trab auf der Stelle aus. Es findet also bei der Piaffe keine Vorwärtsbewegung des Pferdes statt.
Das Pferd bewegt sich bei der Piaffe trabähnlich auf der Stelle, wobei es einen kleinen Verzögerungsmoment des diagonalen Beinpaares im Höhepunkt der Schwebe gibt. Der Schwerpunkt des Pferdes verschiebt sich bei elastisch federnder Rückenmuskulatur und vermehrter
Hankenbeugung nach hinten auf die lastaufnehmende
Hinterhand. Die
Kruppe des Pferdes ist gesenkt, während es die
Hintergliedmaßen bis in Höhe des
Fesselgelenkes energisch abhebt und mit ihnen nach vorne unter den
Rumpf fußt. Die
Vorhand des Pferdes ist vermehrt aufgerichtet, die Unterarme der vorderen Gliedmaßen erreichen annäherend die Waagerechte. Der höchste Punkt wird vom Pferdegenick gebildet.
Die Piaffe wird mit einer vorgegebenen Anzahl von
Tritten in
Dressurprüfungen verlangt. Dabei können 7 bis 8 oder 12 bis 15 Tritte verlangt werden. In Abhängigkeit von der Aufgabe ist dabei jeweils ein Vortritt von ein bis zwei Hufbreit bis hin zu einem Meter zulässig.