Der Begriff Renvers kommt aus der französischen Sprache und bedeutet soviel wie "beugen", "nach hinten umstellen". Als Renvers bezeichnet man einen Seitengang (vorwärts-seitwärts-Bewegung), bei dem sich das Pferd auf zwei Hufschlägen bewegt. Die
Hinterhand des Pferdes geht auf dem normalen
Hufschlag. Dabei ist die Hinterhand um den äußeren Reiterschenkel gebogen und steht leicht zur
Bande versetzt. Die
Vorhand des Pferdes geht einen kleinen
Schritt im Bahninneren und ist in
Bewegungsrichtung geradeaus gestellt. Die äußeren Hufe des Pferdes treten vor die inneren Hufe. Insgesamt entstehen beim Renvers dementsprechend vier Hufspuren. Beim Renvers bleibt die deutliche, fließende und taktmäßige Vorwärtsbewegung des Pferdes erhalten. Das Renvers wird durch Einrichten der Vorhand auf die Hinterhand korrekt beendet.
Der
Travers ist der Gegensatz zum Renvers. Dabei erfolgt eine entsprechende Umkehrung der
Hilfengebung durch den Reiter.