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SCID
auch:Severe Combined Immunodeficiency

Bei SCID handelt es sich um eine Abkürzung für Severe Combined Immunodeficiency. SCID bzw. Severe Combined Immunodeficiency ist eine Immunschwächekrankheit des Pferdes, die verstärkt bei Vollblutarabern vorkommt. Die Krankheit geht mit Lungenentzündung, Durchfall und Fieber einher. Betroffen von SCID sind Fohlen. Bei diesen Fohlen fehlen alle Abwehrkörper, weshalb sie innerhalb von 40 Tagen nach der Geburt sterben.

Im Prinzip kann jeder Vollblutaraber Träger von SCID sein, selbst dann, wenn die betreffende Blutlinie bisher noch nicht für die Erkrankung bekannt war. In der Regel werden Zuchtstuten keinem SCID-Test unterzogen, weshalb man nicht weiß, ob die Genmutation durch sie vererbt wird. Bei Zuchthengsten findet meistens ein Test statt, bevor sie zum Deckeinsatz zugelassen werden. Diese Tests sind notwendig, da man den Tieren äußerlich nicht ansehen kann, ob sie SCID-Träger sind oder nicht.

Im Fall von SCID bzw. Severe Combined Immunodeficiency findet eine autosomale rezessive Vererbung statt, was bedeutet, dass die Krankheit nur dann zum Ausbruch kommen kann, wenn in einem Gen auf beiden Chromosomen die gleiche Veränderung / Mutation vorhanden ist. Das Fohlen muss also jeweils eine Veränderung von der Mutter und eine Veränderung vom Vater "erben". Die Elterntiere sind dabei nicht von der Erkrankung betroffen.

Zum ersten Mal wurde SCID bei Vollblutarabern im Jahr 1973 diagnostiziert und im Anschluss als Immunschwäche identifiziert. Der SCID-Test kann die Vererbung von SCID zu 100% vermeiden.
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