Beim Überbein handelt es sich um eine Folgeerscheinung einer Knochenhautentzündung am Vordermittelfuß des Pferdes. Überbeine entstehen (wie man heute weiß) nur selten durch äußere
Einwirkung (Anschlagen), was früher häufig als Ursache angenommen wurde. Heutzutage geht man davon aus, dass der Grund für das Entstehen von Überbeinen in einer ungleichmäßigen Belastung der
Griffelbeine liegt. Bei
Seitengängen wird zum Beispiel ein starker Druck auf das Griffelbein des Pferdes ausgeübt, was zu einer Zerrung der Querbänder führt, was wiederum eine Verknöcherung am
Übergang zur Knochenhaut nach sich zieht.
Wenn die Überbeine seitlich auftreten, handelt es sich meist nur um einen Schönheitsmangel. Wenn allerdings tiefe und hintere Überbeine beim Pferd vorhanden sind, die zu einer Behinderung von
Fesselträger und Beugesehne führen, so resultieren daraus chronische und nicht heilbare
Lahmheiten.