Galopprennen – Rennsport mit Pferden

Galopprennen - hier zählt allein das TempoGalopprennen sind die schnellste Form des Pferderennens. Die ersten Galopprennen wurden bereits in vorgeschichtlicher Zeit in China veranstaltet und auch bei den Olympischen Spielen der Antike gab es neben den bekannten Wagenrennen auch Galopprennen. In Newmarket (England) entstand im frühen 17. Jahrhundert die erste Galopprennbahn. Die Entwicklung des Galopprennens entwickelte sich parallel zur Entwicklung der Vollblutzucht.

Im Jahr 1750 wurde der Jockey Club gegründet, dessen festgesetzte Regeln auch noch heute für viele Rennen – wie beispielsweise den Ascot Gold Cup oder das Epsom Derby maßgebend sind. Das Kentucky Derby in den USA oder das Arc de Triomphe in Longchamp in der Nähe von Paris sind weitere renommierte Galopprennen in der Welt. Es gibt verschiedene Arten bei den Galopprennen. – So wird nach Flachrennen, Hürdenrennen und Jagdrennen unterschieden.




Galopprennen
Ablauf eines Galopprennens:

Galopprennen - JockeyBei einem Galopprennen werden die Pferde in ausgeloster Reihenfolge in die Startmaschine geführt. Das Signal zum Start durch den Startrichter erfolgt in seinem eigenen Ermessen, wobei er keine Rücksicht auf schwierige Pferde nimmt. Um für Chancengleichheit zu sorgen, müssen die besten Pferde ein zusätzliches Gewicht von 5kg tragen. Dieses Handicap (Ausgleich) wird von den so genannten „Ausgleichern“ unter der Berücksichtigung der Platzierungen in zurückliegenden Rennen festgesetzt. Die Reihenfolge in der die Pferde ins Ziel einlaufen, wird durch Zielrichter bestätigt. Wenn ein Einlauf in dichtem Pulk („Lot“ genannt) erfolgt, wird ein Zielfoto herangezogen, um die Reihenfolge zu festzulegen. Kommt es zu technischen Problemen mit der Fotokamera, wird die Sieg-Entscheidung durch die Zielrichter getroffen.

Im Laufe des Rennens muss der Jockey fortwährend Entscheidungen treffen und seine Strategie an das Renngeschehen anpassen. Dabei muss der Jockey genau wissen, wie er die Stärken seines Pferdes einsetzt und wann es seine vollen Fähigkeiten entfalten darf. Zudem muss er darauf achten, dass er einen guten Platz im „Lot“ erwischt. Wenn er nicht zwischen anderen Pferden eingekeilt ist, kann er sich auf der Zielgeraden die Bahn frei aussuchen. In Kurven ist die Innenbahn am günstigsten.