Deutsches Fahrsystem / Achenbach-Fahrsystem

Das Deutsche Fahrsystem bzw. Achenbach-Fahrsystem oder Deutsches Fahrsystem Achenbach basiert auf Zweckmäßigkeit, Sicherheit und Pferdeschonung. Es wurde von Benno von Achenbach entwickelt und wird deshalb auch als Achenbach-Fahrsystem bezeichnet.




Benno von Achenbach hat zur Gewährleistung dieser Kernbestandteile (Zweckmäßigkeit, Sicherheit, Pferdeschonung) des Deutschen Fahrsystems sieben Grundsätze aufgestellt, die von Fahrern eingehalten werden müssen:

  1. Der Gebrauch von Achenbach-Leine, Peitsche und feste Bracke sind für korrektes Fahren unabdingbar. – Ohne feste Bracke lassen sich die Vorteile der Achenbach-Leine nicht nutzen.
  2. Das Fahren von Vierspännern und Mehrspännern baut auf dem Erlernten für das Fahren von Einspännern und Zweispännern auf.
  3. Die Leinen werden in der Grundhaltung in der linken Hand gehalten. Die rechte Hand des Fahrers bleibt so frei und kann für das Bremsen, den Gebrauch der Peitsche, das Anzeigen eines Fahrtrichtungswechsels und zum Grüßen verwendet werden.
  4. Durch Nachgeben der äußeren Leinen werden alle Wendungen eingeleitet. Das Tempo wird vor Wendungen stets verkürzt.
  5. Die Hände des Fahrers werden in der Grundstellung bzw. Dressurstellung senkrecht gestellt, wodurch Wendungen lediglich durch Drehen der Handgelenke gefahren werden können.
  6. Bedingt durch den Sitz des Fahrers auf der rechten Seite des Bocks sind Linkswendungen und Rechtswendungen im Grundsatz voneinander verschieden und müssen dementsprechend auch unterschiedlich gefahren werden.
  7. Korrektes Fahren wird durch Gleitenlassen der Leinen in der Hand unmöglich. Der Fahrer verliert auf diese Weise die sichere Beherrschung seines Gespannes.

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