Mounted Games – Rasante Reiterspiele

Übersetzt bedeutet Mounted Games berittene Spiele. Der Ursprung der Mounted Games liegt zu Zeiten der britischen Herrschaft in Indien. Damals war der Alltag der dort stationierten Soldaten alles andere als herausfordernd und befriedigend. Deshalb bekamen die Offiziere den Befehl, auf ihren Pferden spielerische Wettkämpfe zu veranstalten. Aus Indien stammt der Begriff Gymkhana, der teilweise allgemein zur Umschreibung von Reiterspielen verwendet oder auch zur Beschreibung der Mounted Games genutzt wird.

Mittlerweile hat sich die Mannschaftssportart Mounted Games von Indien über England in Europa verbreitet. Was als Beschäftigung für die Soldaten begonnen hatte, avancierte zunächst zum Unterhaltungsprogramm auf Festen und Feierlichkeiten der gehobenen englischen Gesellschaft und wurde schließlich zu einem beliebten Fitness-Sport vornehmlich für junge Reiter.




Bereits im Jahr 1957 wurde von Prinz Philipp, dem Duke von Edinburgh in England eine Meisterschaft für die Mounted Games ausgeschrieben. Diese unter dem Namen „Prince Philipp Cup“ bekannte Meisterschaft wird auch heute noch alljährlich ausgetragen. Bei der International Horse of the Year Show in London finden immer im Oktober die Endausscheidungen dieser Meisterschaft statt. Zugelassen sind nur Teilnehmer unter 15 Jahren mit Ponys, die ein Stockmaß von 1,47m nicht überschreiten.

Mounted Games sind mittlerweile in vielen Ländern weltweit ein beliebter Sport. In Deutschland werden Mounted Games seit circa 1990 veranstaltet, was in erster Linie dem Bestreben des Reit- und Fahrverein Nordheide e.V. zu verdanken ist.

Als Ergänzung zum normalen Programm werden Mounted Games auch auf vielen Reitturnieren herkömmlicher Natur abgehalten, wo sie sich einer großen Beliebtheit beim Publikum erfreuen. Die Atmosphäre bei den schnellen Wettkämpfen zu Pferd ist eben eine ganz besondere…