Pferdefütterung: Weizenkleie
Weizenkleie setzt sich aus den Hüllspelzen und den Außenschichten des Weizenkorns zusammen. Es handelt sich dabei um ein Nebenprodukt, das in der Mehlproduktion anfällt. Der Energiegehalt von Weizenkleie weist Ähnlichkeit mit dem Energiegehalt von minderwertigem Hafer auf.
In Weizenkleie ist viel Eiweiß enthalten, welches jedoch vom Pferd nicht so gut verwertet werden kann, weshalb Kleie auch oft an Pferde verfüttert wird, die eiweißarm ernährt werden sollen. Außerdem beinhaltet Weizenkleie Rohfaser und Phosphor. Der Gehalt an Kalzium ist in Weizenkleie niedrig. Der hohe Phosphoranteil in der Weizenkleie kann zudem dazu führen, dass das Kalzium, das andere Futtermittel liefern sollen, nicht mehr ausreichend vom Pferd verdaut werden kann. Durch die Fütterung von Weizenkleie kann weiterhin die Bildung von Darmsteinen gefördert werden.
Der hohe Anteil an Rohfaser in der Weizenkleie, sorgt dafür, dass die Kleie viel Wasser aufnimmt, was einen abführenden Effekt zur Folge hat. Meist ist diese Wirkung erwünscht, wenn Weizenkleie gefüttert wird. Es ist allerdings auch so, dass eine übermäßige Verfütterung von Weizenkleie dazu führen kann, dass es zu negativen Auswirkungen auf die Bakterien kommt, die die hinteren Darmabschnitte des Pferdes besiedeln.
Kleie ist ein verhältnismäßig teures Futtermittel, das sehr schmackhaft für Pferde ist und sich durch ein leichtes Gewicht auszeichnet. Zur Fütterung sollte Kleie mit Futterkalk vermengt werden. Der Anteil von Kleie an der gesamten Kraftfutterration des Pferdes sollte 10% nicht übersteigen. Kleie kann trocken oder als Brei bzw. Mash verfüttert werden.
Nährwert von Kleie
Energiewert: 10 MJ vE/kg Rohprotein: 15% Rohfaser: 11% Öl (Fett): 3%
|