Mit dem Ausdruck falscher Knick wird ein
Fehler in der
Zügelführung des Reiters beschrieben. Dabei ist die Kopf-Hals-Partie des Pferdes zu stark beigezäumt, weshalb die Stirnlinie hinter die Senkrechte zurückfällt.
Beim falschen Knick befindet sich der höchste Punkt der Hals-
Oberlinie nicht mehr im
Genick, sondern ist nach hinten (hinter den 3. Halswirbel) verlagert, so dass er beinahe auf der Halsmitte liegt. In dieser Situation ist das Pferd nicht von hinten nach vorn versammelt, es steht nicht an den reiterlichen
Hilfen, es verweigert den Gehorsam in ungewohnten Momenten und es kommt zu Verlusten bei
Schwung und
Raumgriff der
Gangbewegungen.
Im
Rahmen des falschen Knicks kann das Pferd die
Anlehnung intensivieren, indem es den Kopf von den Zügel tragen lässt und auf dem Zügel liegt, oder aber auch die Anlehnung aufgeben, wobei die Zügel durchhängen und das Pferd hinter dem Zügel steht.