Ordnung Unpaarhufer
Perissodactyla
Die Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla) stammt aus der Überordnung der Mittelachsentiere (Mesaxonia) und gehört zur Klasse der Säugetiere (Mammalia).
Innerhalb der Ordnung der Unpaarhufer gibt es drei Unterordnungen mit einigen wenigen Familien:
- Anclypoden ausgestorben
- Nashornverwandte (Certamorpha)
Überfamilien: Nashörner (Rhinoceridae) und Tapire (Tapiridae) - Pferdeverwandte (Hippomorpha)
Überfamilien: Brontotherien (Brontotherioidea) ausgestorben, Pferdeartige (Equoidea)
Alle Unpaarhufer verfügen über eine verstärkte Mittelzehe, die die gesamte Last des Körpers trägt. – Aus diesem Grund ist die Mittelzehe besonders kräftig ausgeprägt. Die anderen Zehen sind fast verkümmert. Die Anzahl der Zehen auf der Hinterhand – oft auch auf der Vorderhand - ist bei allen Unpaarhufern ungerade.
Der Eingruppierung in die Ordnung der Unpaarhufer gründet jedoch nicht nur auf den Aufbau der Füße, sondern beruht auch auf weiteren Merkmalen in der Anatomie. – So weisen Unpaarhufer beispielsweise einen verlängerten Schädel auf, der weder über ein Geweih noch über ein Gehörn (wie bei Paarhufern üblich) verfügt. Beim Nashorn handelt es sich nämlich um kein echtes Horn, sondern lediglich um verhornte Haut.
Alle Unpaarhufer besitzen darüber hinaus eine sehr gut entwickelte Oberlippe, die sich ideal zum Greifen nach Nahrung eignet. Da Unpaarhufer Pflanzenfresser sind haben sie einen recht einfach gebauten Magen und müssen die Nahrung bei der Aufnahme sorgfältig zerkauen. Die Beine von Unpaarhufern sind in der Regel sehr kräftig, was eine hohe Laufgeschwindigkeit dieser Tiere begünstigt.
In Bezug auf die Lebensgewohnheiten gibt es zwischen den einzelnen Familien große Unterschiede.