Gelassenheitsprüfung für Pferde

Bei der Gelassenheitsprüfung der FN wird die Gelassenheit von Pferden im Rahmen eines Wettbewerbs überprüft. Durch die Teilnahme mit Ihrem Pferd an einer Gelassenheitsprüfung können Sie das, was Sie im Scheutraining mit Ihrem Pferd erarbeitet haben, testen und bescheinigen lassen. Die Teilnahme an einer Gelassenheitsprüfung der FN steht Sportpferden wie Freizeitpferden gleichermaßen offen. Ein Parcours aus zehn Hindernissen muss dabei gemeinsam von Pferd und Mensch gemeistert werden, wobei das Pferd seinem Menschen stets aufmerksam und gehorsam folgen soll. „Stumpfes Hinterhertrotten“ ist hier nicht gewünscht.

Hindernisse und Bestandteile der Gelassenheitsprüfung für Pferde

Passage aus Flatterband und Müll
Dieser Durchgang ist etwa zwei Meter breit und auf der einen Seite mit einem Vorhang aus Flatterband gesäumt, der eine Höhe von mindestens 1,20 Meter aufweisen muss. Auf der anderen Seite wird die Passage von einer Reihe Müllsäcke oder Mülltonnen begrenzt.




Aufsteigende Luftballons
Der Führende läuft mit dem Pferd an einer Hecke vorbei. Sobald der Führende ungefähr die Mitte der Hecke erreicht hat, lässt ein Helfer hinter der Hecke unmittelbar vor dem Pferd bunte Luftballons aufsteigen.

Plane überqueren
Eine Plane aus reißfestem Material mit einer Größe von circa 3,5 Meter mal 3,5 Meter liegt auf dem Boden. Das Pferd wird so darüber geführt, dass der Führende dabei nicht vor das Pferd gerät.

Rollende Bälle
Dieses Hindernis besteht aus einer „künstlichen Hecke“, die so aus Strohballen oder Hindernisständern aufgebaut wird, dass in der Mitte eine Lücke bleibt. Das Pferd wird an dieser „Hecke“ vorbeigeführt. Sobald sich das Pferd auf Höhe der Lücke befindet, lässt ein Helfer drei fußballgroße Bälle durch die Lücke auf den Führweg rollen.

Kreuzgang
Bei diesem Hindernis wird aus Hindernisstangen ein Quadrat gelegt. Die Stangen werden dabei so gelegt, dass sie sich kreuzen, also zwei Stangen erhöht zum Liegen kommen. Der Führende führt das Pferd diagonal über dieses Hindernis, so dass das Pferd über die sich kreuzenden Stangen treten muss.

Schirme
Zunächst wird das Pferd vom Führenden an zwei Regenschirmen vorbeigeführt, die am Boden liegen. Außerdem gehören zwei Helfer zu diesem eil der Prüfung, die jeweils nacheinander einen Automatikschirm aufspannen, wenn  das Pferd in ihre Nähe geführt wird.

Rappelsack
Das Pferd wird durch eine speziell mit Sägespänen oder ähnlichem markierte Gasse geführt. Dabei werden Pferd und Führender von einem Helfer begleitet, der neben den beiden hergeht. Der Helfer zieht dabei einen Rappelsack mit Ziegelsteinen an einer drei Meter langen Schnur so hinter sich her, dass sich der Rappelsack immer dicht hinter dem Pferd befindet.

Stillstand
Das Pferd wird in einemtwa 1,5 Meter großes Quadrat mit einer offenen Seite, das am Boden markiert ist, abgestellt. Dazu wird das Pferd von der offenen Seite mit den Vorderhufen in die Markierung geführt. Es soll nun still stehen bleiben. Nach etwa zehn Sekunden Standzeit wird ein lautes, zischendes Geräusch abgespielt. Das Pferd soll im Anschluss an dieses Geräusch noch zusätzliche 20 Sekunden in seiner Position verharren.

Rückwärtsrichten

Zum Rückwärtsrichten führt der Führende das Pferd zunächst vorwärts in eine mit Sägespänen oder ähnlichem markierte Gasse. Am Ende der Gasse hält er das Pferd an und richtet es bis zum Anfang der Gasse rückwärts. Bei diesem Teil der Gelassenheitsprüfung kommt es darauf an, dass das Pferd beim Rückwärtsgehen nicht seitlich über die Markierung heraustritt.

Gangarten / Vortraben
Der Führende führt das Pferd den Richtern an der Hand im Schritt und Trab vor. Dazu gibt es zwei Markierungspunkte. Das Pferd wird einmal von den Richtern weggeführt und einmal auf die Richter zugeführt. Bei diesem Teil der Gelassenheitsprüfung dürfen Gangpferde auch ihre besondere Gangart zeigen.