Anspannen der Pferde

Als Anspannen bezeichnet man den Prozess, wo den Wagenpferden bzw. Fahrpferden das Geschirr angelegt und dieses mit dem Wagen / der Kutsche verbunden wird. Statt von Anspannen ist teilweise auch von Einspannen oder Anschirren die Rede.

Die Pferde werden immer mit Bedacht und ruhig in stets gleicher Reihenfolge angespannt, damit die Pferde den Vorgang des Anspannens gelassen und ohne Nervosität dulden. Beim Anspannen kann die menschliche Stimme als beruhigender Faktor eingesetzt werden.

So werden Pferde angespannt:

Der Wagen steht mit angezogener Bremse bereit. Nun lässt man die Pferde langsam an der Deichsel zurücktreten und achtet darauf, dass sie nirgends anstoßen. Jetzt werden zuerst die Innenleinen am Gebiss des jeweils andersseitigen Pferdes eingeschnallt. Die Innenleine des Pferdes mit höher getragenem Kopf muss dabei über die Innenleine des anderen Pferdes geführt werden.




Dann werden Aufhalter oder Deichselketten lang befestigt. Anschließend werden die im Handstück zusammen geschnallten und in kurzen Schleifen zusammengenommenen Leinen von vorn nach hinten unter die Oberblattstrupfe gestreckt. Danach werden zuerst die äußeren und dann die inneren Stränge an den Ortscheiten befestigt. Im Anschluss die Aufhalter passend verkürzen, so dass die Brustblätter nicht nach vorn gezogen werden. Beim Abspannen (auch: Ausspannen oder Abschirren) geht man in umgekehrter Reihenfolge vor.

Bevor der Fahrer auf dem Bock aufsitzt, zieht er die Fahrleinen aus der Oberblattstrupfe und nimmt sie in richtiger Abmessung auf, um eine Verbindung zum Pferdemaul herzustellen. Nach dem Aufsitzen nimmt der Fahrer die Gebrauchshaltung ein.

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