Fette und Öle in der Pferdeernährung

Für das Pferd sind Fette und Öle eine weitere Energiequelle neben den Kohlenhydraten. Fette beinhalten die 2,25fache Energiemenge wie Kohlenhydrate in der gleichen Gewichtsmenge. Der Pferdekörper speichert Fette und nutzt sie bei Bedarf als Energielieferant. Bei Hochleistungspferden wie beispielsweise den Distanzpferden wurden Fette zeitweise mit Erfolg zur Ergänzung der Futterrationen eingesetzt.

Die Energie, die in Fett enthalten ist, wird genauso wie die Energie aus Rohfaser, nur langsam freigesetzt, was schonend für das Verdauungsystem des Pferdes ist und kaum zu Verdauungsstörungen führt.

So

Der Körper des Pferdes wandelt bekanntermaßen überschüssige Glukose in Fett um. Er ist allerdings genauso in der Lage Fett in Glukose umzuwandeln, um diese dann für die Arbeit der Muskeln zu nutzen. Erhält das Pferd dreimal am Tag zu seiner Futterration 300ml (ca. eine große Tasse voll) Soja- oder Sonnenblumenöl, steht im die gleiche Energiemenge zur Verfügung, die ein Kilogramm Hafer liefert.




Pferde sind zu einer wirkungsvollen Fettverdauung in der Lage. Dabei kann der Pferdekörper pflanzliche Öle und Fette besser verdauen als Fette aus tierischen Quellen. Im tierischen Fett Talg liegen jeweils zur Hälfte gesättigte und ungesättigte Fettsäuren vor. Beim pflanzlichen Sojaöl ist das Verhältnis vollkommen anders. Hier überwiegen die ungesättigten Fettsäuren mit einem Anteil von 90% gegenüber den gesättigten Fettsäuren, die nur zu 10% im Sojaöl vorhanden sind.