Kraftfutter: Futtermischungen für das Pferd

Bei den Futtermischungen für das Pferd, die im Handel zur Verfügung stehen, kann nach drei Kategorien unterschieden werden. Es gibt:

  • Rohfaserreiche Pellets
  • Konzentrierte Pellets oder Körnermischungen,
    die als alleiniges Kraftfutter dienen
  • Ergänzungsfutter (Pellets, Körnermischungen, Proteinkonzentrate)

Rohfaserreiche Pellets

Die rohfaserreichen Pellets dienen als Teil- oder Vollersatz für Heu und Kraftfutter. Man verfüttert rohfaserreiche Pellets insbesondere an über-
gewichtige Ponys. Außerdem werden sie als Ersatzfuttermittel eingesetzt, wenn das Heu knapp ist. Daneben haben sich rohfaserreiche Pellets bewährt, um die Kondition bei Pferde in Ruhepausen zu erhalten. Rohfaserreiche Pellets sollten zusammen mit Häcksel gefüttert werden.




Konzentrierte Pellets / Körnermischungen

Körnermischungen und konzentrierte Pellets sind ein ausgewogenes Nahrungsmittel für das Pferd. Sie werden zusammen mit Heu und Wasser verfüttert. Es gibt unterschiedliche Mischungen für die verschiedenen Pferdetypen. So weisen die Körnermischungen / konzentrierten Pellets für Jungpferde einen hohen Proteingehalt auf. Leistungspferde erhalten eine besonders energiereiche Futtermischung. Und Pferde, die nur eine geringe Belastung durch Arbeit haben oder sich in einer Ruhephase befinden, bekommen eine Futtermischung, die energiearm zusammengestellt ist.

Zusätzlich bietet der Handel Ergänzungsfuttermischungen an, die ebenfalls als Pellets oder Körnermischung zur Verfügung stehen. Diese Ergänzungsfutter-
mischungen dienen als Ausgleich, wenn neben ansonsten eine reine Getreidefütterung des Pferdes stattfindet. Als Beispiel erhält das Pferd die Hälfte seiner Ration in Form von Hafer. Die andere Hälfte der Ration besteht aus dem Ergänzungsfutter. Zusammen mit dem Strukturfuttermittel Heu kommt das Pferd dann auf eine ausgewogene und gesunde Gesamtration.

Die Fütterung des Pferdes mit Mischfutter bietet viele Vorteile: Das Pferd erhält über die Futtermischung alles was es braucht. Jeder Pferdetyp kann seinen Bedürfnissen gerecht mit speziellen Futtermischungen versorgt werden. Die Qualität von Mischfuttern ist gleich bleibend. Für die Herstellung von Futtermitteln gibt es strenge Qualitätskontrollen. Kraftfuttermischungen können lange gelagert werden, wobei das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum hilfreich ist. Darüber hinaus sind Futtermischungen praktisch staubfrei, womit sie sich auch für Pferde eignen, die allergisch gegen Staub sind. Zusätzlich sind die Futtermischungen sehr schmackhaft für das Pferd. Einige Mischungen wurden speziell für schlecht fressende Pferde entwickelt. Man muss sich allerdings vor Überfütterung in Acht nehmen.

Auf den Mischfuttern für Pferde müssen die Inhaltstoffe laut Gesetz in der Futtermitteldeklaration bzw. am Sackanhänger oder auf dem Sackaufkleber aufgeführt werden. Zu den Angaben gehört jeweils in Abhängigkeit zum Gesamtgewicht der prozentuale Anteil von Rohfett, von Rohprotein, von Rohfaser und von Asche. Zusätzlich muss die Menge der zugesetzten Vitamine A, D und E angegeben werden. Wenn der Futtermischung synthetisches Selen beigegeben wird, muss auch der absolute Selengehalt (in mg/kg) aufgeführt sein. Darüber hinaus muss ebenfalls ein eventueller Zusatz von Antioxidantien angegeben werden. Einige Futtermittelhersteller geben zusätzlich auch die verdauliche Energie und das verdauliche Rohprotein an, was jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das Verfalldatum des Futters muss allerdings angegeben sein.