Kraftfutter Getreide: Weizen für das Pferd

In der Pferdefütterung spielt Weizen als Einzelfuttermittel üblicherweise keine Rolle. In Weizen ist viel Gluten (Klebereiweiß) enthalten. Beim Backen von Brot gibt das Klebereiweiß dem Teig Stabilität und Elastizität. Gluten führt dazu, dass fein gemahlener Weizen, an Schmackhaftigkeit für Pferde verliert. Zudem kann Gluten Störungen in der Verdauung des Pferdes verursachen. Gelegentlich bildet sich bei der Weizenfütterung wegen dem Gluten eine pastenartige Masse im Maul des Pferdes.

In Weizen ist außerdem sehr viel Stärke enthalten. Das Endosperm (Mehlkörper) des Weizenkorns besteht zu 85% aus Stärke. Diese gewaltigen Mengen an Stärke können im Dünndarm des Pferdes unter Umständen nicht komplett abgebaut werden und gelangen dann in den Dickdarm des Pferdes, wo sie Fehlgärungen auslösen können.




Daneben ist Weizen ein Getreide, das auf dem Lebensmittelmarkt für den Menschen eine große Rolle spielt und hier gute Preise erzielt, weshalb Weizen als Pferdefutter einen vergleichsweise hohen Preis hat, was ebenfalls zur geringen Verbreitung von Weizen in der Pferdefütterung beiträgt.

Pferde erhalten Weizen aus den genannten Gründen deshalb in der Regel lediglich in Form von Nebenprodukten oder getoastet. Insbesondere Weizenkleie und altes Brot gehören zu den Weizennebenprodukten, die in der Hauptsache an Pferde gefüttert werden.

Altbrot sollte jedoch nicht als Futtermittel im eigenen Sinne erachtet werden, sondern nur als Belohnungsfutter in geringen Mengen in der Pferdefütterung Verwendung finden.