Mash für das Pferd

Bei Mash handelt es sich um ein traditionelles Pferdefutter. Es zeichnet sich durch eine gute Schmackhaftigkeit aus und hat positive Effekte auf die Abwehrkräfte des Pferdes. Das sehr bekömmliche Feuchtfutter wird als Zusatz zur Tagesration des Pferdes gegeben. Mash wird als leicht verdauliches, abführendes Zusatzfutter vor allem an kranke Pferde, Pferde in der Genesungsphase, Pferde im Haarwechsel und an Stuten in der Säugephase / Laktation verfüttert. Mash regt die Darmtätigkeit des Pferdes an und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Viele Futtermittelhersteller bieten fertige Mischungen zur Herstellung von Mash an. Neben Mash wird im Futtermittelhandel auch so genannter Reformhafer angeboten. Reformhafer weist eine ähnliche Zusammensetzung wie Mash auf, wird aber trocken an die Pferde verfüttert.

Daneben gibt es sehr viele verschiedene Rezepte, um selber Mash für sein Pferd herzustellen.




Mash sollte immer warm am Tag der Zubereitung an das Pferd verfüttert werden.

Zutaten für klassischen Mash – Mash Rezept 1

  • Leinsamenschrot (2 Handvoll)
  • 1kg Weizenkleie
  • 1kg Quetschhafer
  • Wasser

Der Leinsamenschrot wird bereits einen Tag vor der Fütterung in einem guten Liter Wasser über Nacht eingeweicht. Am Tag der Fütterung kocht man den Leinsamenschrot, der restlos aufgequollen sein sollte, noch einmal in einem frischen Liter Wasser auf. Anschließend mischt man die Weizenkleie und den Quetschhafer unter und rührt die Mashmischung gut durch. Bei Bedarf kann noch etwas warmes Wasser zugegeben werden, damit ein dicker Brei entsteht.

Mash wird lauwarm bei der abendlichen Fütterung an das Pferd verfüttert. Im Idealfall wird die Mashfütterung auf den Vorabend eines Ruhetages gelegt. Dabei erfüllt Mash eine vorbeugende Wirkung gegen die so genannten Feiertagskrankheiten (Kolik, Kreuzverschlag).

Zutaten – Mash Rezept 2

  • 100g Leinsamenschrot
  • 500g Weizenkleie
  • 200g Hafer
  • 1 Esslöffel Salz
  • Wasser

Wie beim ersten Rezept ist es ratsam, den Leinsamenschrot über Nacht einzuweichen, bevor man ihn am Fütterungstag in etwa 1,5 Liter Wasser kocht. Den Brei aus Leinsamen nach dem Kochen mit Weizenkleie, Hafer und Salz vermischen. Anschließend etwa eine halbe Stunde ziehen lassen und wiederholt kaltes Wasser nachgießen, während das Futter weiter aufquillt. Wenn der Mash lauwarm ist, kann er an das Pferd verfüttert werden (siehe Mash Rezept 1).

Rezept: Mash mit Pep(permint)

Zutaten:

  • 1kg Mash (handelsübliches Fertigprodukt)
  • 50g getrocknete Pfefferminze

Zunächst den Mash entsprechend der Anweisungen des Herstellers zubereiten. Anschließend die Pfefferminze untermengen und das Mash noch lauwarm an das Pferd verfüttern.

Statt mit Pfefferminze können Sie das Mash alternativ auch mit Melisse „aufpeppen“.

Rezepte: Mash ohne Leinsamen / Leinsamenschrot

Zutaten:

  • ca. 1,5kg Weizenkleie
  • 50ml dunkle Melasse
  • 1 Möhre geraspelt
  • Wasser

Zunächst die Weizenkleie gründlich mit der Melasse und der geraspelten Möhre in einer großen, sauberen Schüssel oder einem sauberen Eimer vermengen. Anschließend unter fortwährendem Rühren langsam heißes Wasser zur Mischung zugeben (etwa 1 Liter – so 3 bis 4 Tassen Wasser werden benötigt). Die Mash-Mischung ist gut, wenn die Weizenkleie gleichmäßig feucht ist und etwas vom Wassergehalt freigegeben wird, wenn man den Mash einen Moment lang stehen lässt. Bevor der Mash verfüttert wird – wie in allen Fällen – gut abkühlen lassen.

Zutaten – Variation 1 – Apfel-Mash:

  • ca. 1,5kg Weizenkleie
  • 50ml Apfelmus
  • 1 Apfel (gewürfelt oder geraspelt)
  • Wasser

Zubereitung wie oben

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