Chiropraktik für Pferde – Manuelle Therapien

Die Chiropraktik geht zurück auf den Amerikaner David D. Palmer. Sie entstand zur gleichen Zeit wie die Osteopathie. Im Gegensatz zur osteopathischen Ausbildung stand die chiropraktische Ausbildung jedoch auch Nicht-Medizinern offen. In der heutigen Zeit ist die Ausbildung zum Chiropraktiker ein eigener Studiengang. In Amerika können Veterinärmediziner an Lehrgängen für Chiropraktik für Tiere teilnehmen, die auf den Erwerb eines Diploms ausgerichtet sind. Seit 2001 gibt es in Deutschland die Gesellschaft für Veterinär-Chiropraktik.

Die Schwerpunkte der Chiropraktik liegen im Bereich von Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke der Gliedmaßen. In der Chiropraktik werden in der Hauptsache Manipulationstechniken eingesetzt.




Ein zentrales Thema in der Chiropraktik ist die Subluxation der Wirbel. Unter der Subluxation der Wirbel wird eine Einschränkung der natürlichen Beweglichkeit eines Wirbels bzw. eines Wirbelgelenkes verstanden. Derartige Einschränkungen im Bereich der Wirbelsäule können beim Pferd Steifheiten, Muskelverspannungen oder deutliche Einbußen in der Leistung hervorrufen.

Wenn sich eine derartige Blockade zwischen zwei Wirbelkörpern befindet, kann sie Einfluss auf das Nervensystem nehmen, falls die Nerven, die aus dem Rückenmark austreten, von der Blockade betroffen sind. Auf diese Weise wird die reibungslose Reizleitung unterbrochen, was dazu führen kann, dass die in der Wirbelsäule vorhandene Blockade Störungen an ganz anderen Körperstellen des Pferdes auslöst. Eine derartige Blockade mit Auswirkung auf das Nervensystem des Pferdes kann dann beispielsweise auch für das Auftreten innerer Erkrankungen oder diffuser Lahmheiten verantwortlich sein.

In der Chiropraktik geht man davon aus, dass durch eine Behandlung und dem Lösen einer ursächlichen Blockade, eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers stattfindet. Optimalerweise soll eine einzige Behandlung dazu ausreichen.

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