Pferde: Fellwechsel

Etwa im März stellt der Pferdekörper von Winter auf Sommer um, was mit einem Fellwechsel einhergeht. Der Biorhythmus des Pferdes steht unter anderem in Abhängigkeit zu den Jahreszeiten. Ansteigende Temperaturen und „längere“ Tage lösen das Abstoßen des Winterfells aus.

Der Fellwechsel oder auch Haarwechsel ist ein Prozess, der den Organismus des Pferdes stark belastet. Als Pferdehalter sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Fellwechsel einen normalen Verlauf nimmt. Falls der Fellwechsel bei einem Pferd im Stall deutlich später einsetzt als bei allen anderen Pferden, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden. Ein verspäteter Haarwechsel kann beim Pferd zum Beispiel ein Anzeichen für einen Wurmbefall sein oder auch einen Hinweis darauf geben, dass die Stoffwechselprozesse beim betroffenen Pferd einen langsameren Verlauf nehmen, was abgeklärt werden sollte.




Fellwechsel – Umstellung von Sommerfell auf Winterfell beim Pferd

Der zweite Fellwechsel beim Pferd von Sommerfell auf Winterfell findet in der Regel etwa ab September statt. Die Ausprägung des dann wachsenden Winterfells hängt vom Grundtyp des Pferdes ab. So zeigen bei einigen Pferderassen die Oberhaare und Deckhaare des Winterfells nicht nur ein längeres Wachstum, sondern weisen auch eine stichelhaarige-borstige Struktur auf. Mit weiter fallenden Temperaturen bildet sich beim Pferd außerdem eine dichte Wolle aus weichen, wärmenden Unterhaaren aus, die für eine ausreichende Isolierung sorgen.

Der Pferdekörper muss für den Aufbau des Winterfells unzählige neue Zellen bilden. Um das Pferd dabei zu unterstützen, sollte bei der Fütterung auf die Zugabe von ausgewählten Nährstoffen geachtet werden. Der Fellwechsel lässt sich unter anderem durch die Fütterung von hochwertigen Pflanzenölen, Bierhefe, Melasse und Leinsamen fördern. Sehr sinnvoll soll auch die Gabe von isländischem Seetang sein. Der isländische Seetang setzt sich aus Rotalgen und Braunalgen zusammen, die einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen aufweisen. Insbesondere der Anteil an Jod und Selen fällt im isländischen Seetang sehr günstig für das Pferd aus. Die Ernte der Algen erfolgt übrigens im Herbst. Anschließend werden sie getrocknet und gemahlen. Beim Kauf von Seetang-Produkten sollten Sie auf eine natürliche Zusammensetzung achten. Produkte mit chemischen Zusätzen sollten Sie nicht kaufen.