Lungenentzündung beim Pferd

Die Lungenentzündung tritt beim erwachsenen Pferd in der Regel als Zweiterkrankung auf. So folgt die Lungenentzündung in der Praxis oft auf eine Grippe oder eine Druse. Eine Lungenentzündung beim erwachsenen Pferd zeigt sich in der Regel durch eine schnelle und schmerzhafte Atmung. Im Anschluss daran tritt schnell Fieber auf und das Pferd verliert an Appetit. Betroffene Pferde wirken „traurig“ bzw. niedergeschlagen und zeigen generell einen schmerzhaften Husten.

Zur Behandlung der Lungenentzündung sollte das betroffene Pferd in einem staubfreien, warmen und trockenen Stall untergebracht werden. Außerdem sollte umgehend Antibiotika in hoher Dosierung verabreicht werden. Bei schweren Atmungsproblemen kann zusätzlich die Gabe von Sauerstoff notwendig sein.




Lungenentzündung als Erstkrankheit beim Fohlen

Beim Fohlen kann der Erreger Corynebacterium equi eine Lungenentzündung als Erstkrankheit auslösen. Das Bakterium kommt im Schmutz vor. Zu Erkankungen kommt es meistens eher dort, wo viel verseuchter Staub aufgewirbelt wird. Infizierte Fohlen bauen nach und nach Kondition ab und entwickeln einen chronischen Husten.

Im Gesamtverlauf kann die Infektion mit dem Corynebacterium equi sehr heimtückisch sein, da betroffene Fohlen oft noch bis kurz vor ihrem Tod verhältnismäßig gesund erscheinen. Die Sterblichkeitsrate bei dieser Infektion ist mit 60 bis 70 Prozent hoch. Mit einer Behandlung muss im Frühstadium der Krankheit begonnen werden.

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