Überbeine

Unter dem Begriff Überbeine versteht man knöcherne Auftreibungen, die sich in der Regel innen-vorne am Röhrbein des Pferdes entwickeln. In selteneren Fällen treten Überbeine auch außen und an den Hinterbeinen auf. Ursache für die Entstehung eines Überbeins kann eine Überlastung oder Zerrung des Bandes sein, das Griffel- und Röhrbein miteinander verbindet.

Betroffene Pferde können ohne ersichtliche Ursache lahmen. In der Regel tritt jedoch eine harte Verdickung an der Innenseite des Röhrbeins auf, die im anfänglichen Stadium sehr große Schmerzen verursacht.




Im frühen Stadium kann sich die Schwellung erwärmt und weich anfühlen, relativ zügig entwickelt sie sich jedoch zur charakteristischen kalten, flachen Beule. Ein fester Verband und Ruhe sollten in der Entwicklungsphase zur Behandlung eingesetzt werden. Von Blistern oder Brennen sollte auf jeden Fall abgesehen werden, da diese Methoden zu einer Verschärfung der örtlichen Reaktion führen und damit das Risiko einer weiteren Knochenablagerung erhöhen. Chirurgische Maßnahmen werden bei Überbeinen dann ergriffen, wenn das Pferd durch die Auftreibung in der Fortbewegung beeinträchtigt wird oder kosmetische Gründe für eine Entfernung sprechen.

Auftreibungen, die infolge eines Schlages an den Knochen entstehen, werden umgangssprachlich auch oft als Überbeine bezeichnet. Genau genommen handelt es sich hierbei allerdings um knöcherne Zubildungen.

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