Pferde: Erkrankungen der Hufe

Der Pferdehuf ist eine lebendige Struktur, die bei in menschlicher Obhut lebenden Pferden regelmäßig gepflegt werden muss, damit sie stark und gesund bleibt. Wird der Huf schlecht gepflegt, kann es dazu kommen, dass sich das Horn der Verbindungsschicht (weiße Linie) zersetzt und wegbröckelt.

Der empfindliche Strahl an der Unterseite des Hufes kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehört beispielsweise die Strahlfäule.

Pferde, die im Stall gehalten werden, leiden häufiger unter Erkrankungen der Hufe, die durch Bakterien oder Schimmelpilze ausgelöst werden. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Einstreu immer trocken und sauber ist, da die Bakterien und Pilze, die in feuchter und schmutziger Streu leben, schnell den Huf besiedeln und eine Infektion auslösen. Viele derartige Erreger fühlen sich besonders wohl, wenn eine warme Feuchtigkeit und Luftabschluss gegeben sind.




Das Sauberhalten von Stall und Hufen ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit der Pferdehufe. Die Hufe des Pferdes sollten regelmäßig ausgekratzt werden. Hufeisen sollten nicht zu lange am Huf belassen werden und in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.

Auch die Fütterung nimmt Einfluss auf die Hufgesundheit. Übermäßiges Füttern kann Hufkrankheiten auslösen.

Wenn Pferde lahmen, liegt die Ursache in 90% aller Fälle bei den Hufen. Die Probleme treten oft an allen vier Beinen des Pferdes gleichzeitig auf, weil eine gleichmäßige Vernachlässigung oder eine gleichmäßige Belastung stattgefunden hat. Liegt eine Hufquetschung vor, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch der andere Huf unter einer Verletzung leidet sehr groß. Aus diesem Grund sollten immer alle vier Hufe des Pferdes gründlich untersucht werden und die Ursache an der Wurzel bekämpft werden. Eine alleinige Behandlung des offensichtlich erkrankten Hufes bringt in der Regel langfristig keine Besserung, sondern verlagert die Probleme nur.