Knöcherne Zubildung an der Hufbeinkappe

Wenn von einer knöchernen Zubildung an der Hufbeinkappe die Rede ist, so ist damit eine Verletzung gemeint, die neues Knochenwachstum verursacht und zu einer weichen Gewebeschwellung an der Stelle führt, wo die Sehne vorne am Hufbein des Pferdes ansetzt. Medizinisch wird die knöcherne Zubildung an der Hufbeinkappe auch mit dem Ausdruck Processus extensorius beschrieben. Ursächlich für ein derartiges Krankheitsbild kann ein Schlag oder eine Überbelastung der Sehne sein, die an der Vorderseite des Pferdebeins nach unten verläuft.

Durch den Schaden und die Reaktion des Pferdekörpers darauf, kommt es zu einer starken Lahmheit, die mit Schwellung, Hitze und Schmerz auf Kronrandhöhe einhergeht. Wenn die Zerrung sehr ausgeprägt ist, kann es sogar zu einem Bruch des Hufbeins an der Stelle kommen, wo die Sehne ansetzt.




Wenn ein Pferd von einer knöchernen Zubildung an der Hufbeinkappe betroffen ist, muss es komplett ruhig gestellt werden. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Ruhigstellung für bis zu drei Monate notwendig sein. In besonders schweren Fällen ist eine vollständige Genesung oft ausgeschlossen. Um kleinere Bruchstücke zu entfernen, kann ein „Fenster“ in die Hufwand geschnitten werden. Wenn größere Bruchstücke vorliegen, kann Nageln eine Möglichkeit zur Behandlung sein.

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