Verlagerung des weichen Gaumens beim Pferd

Normalerweise bieten der weiche Gaumen und die Rachenwände dem Eingang zum Kehlkopf Schutz und vermeiden auf diese Weise, dass Futter oder Flüssigkeit in das falsche Körpersystem gelangen, wenn das Pferd schluckt.

Von einer Verlagerung des weichen Gaumens spricht man, wenn das Pferd „seine Zunge verschluckt“. Im Zuge dessen gerät der Kehlkopf unter die Schleimhautfalte des weichen Gaumens. Das Pferd würgt unmittelbar bei jedem Versuch des Einatmens, da dabei die Falte jedes Mal über die Kehlkopföffnung gezogen wird. Durch Ausatmen wird jedoch keine Abhilfe geschaffen, da die Falten nur im Rachen vibrieren und das charakteristische gurgelnde Geräusch ähnlich dem Schnarchen verursachen. Durch wiederholtes Schlucken kann der Kehlkopf wieder in seine richtige Position gebracht und das Wohlbefinden wiederhergestellt werden.




Zu den Symptomen einer Verlagerung des weichen Gaumens zählt ein gurgelndes, würgendes Geräusch bei hohem Tempo. Es kommt fast immer dazu, dass das Pferd abrupt stoppt und versucht, die Störung zu beheben.

In einigen Fällen kann der Einsatz eines Zungenriemens Abhilfe schaffen. Der Zungenriemen soll verhindern, dass der Kehlkopf in einer Falte des weichen Gaumens festgeklemmt wird.

Außerdem sind operative Behandlungsmethoden möglich. Einerseits können die Muskeln chirurgisch getrennt werden, die eine Verlagerung des Kehlkopfes ermöglichen. Anderseits können Teile der Falte des weichen Gaumens weggenommen werden, um so das Risiko des Festhakens zu reduzieren.

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