Einstreu für den Pferdestall bzw. die Pferdebox

Die Qualität der Einstreu spielt eine große Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Pferdes. Die Einstreu dient zur Isolation gegen Kälte und als weiches Lager, wenn das Pferd sich im Stall hinlegt.

Stroh – am besten Weizenstroh – von guter Qualität eignet sich ausgezeichnet als Einstreu, da es die Nässe im Stall gut absorbiert. Stroh ist außerdem warm und angenehm. Neben Weizenstroh eignet sich auch Gerstenstroh. Haferstroh findet als Einstreu für Pferdeställe nur selten Verwendung, weil es sehr hart und kratzig ist. Bei Pferden mit Stauballergie oder Pferden, die allergisch auf Pilzsporen reagieren, eignet sich Stroh jedoch nicht als Einstreu. Außerdem gibt es Pferde, die zu große Mengen vom eingestreuten Stroh fressen, was nicht gesund ist. Auch bei diesen Pferden sollte man eine andere Art der Einstreu bevorzugen.




Eine in der Regel staubfreie Alternative zum Stroh sind Holzspäne. Holzspäne besitzen eine äußerst hohe Saugfähigkeit, werden von Pferden nicht gefressen und lassen sich leicht ausmisten, wenn die Pferdeäpfel regelmäßig aus dem Stall entfernt werden. Holzspäne stehen aufgrund ihrer Saugfähigkeit in Verdacht, die Hufe auszutrocknen. Bei Pferden, die viel Zeit in ihrer Box verbringen, sind Holzspäne deshalb unter Umständen das falsche Mittel für die Einstreu. Auf jeden Fall sollte das Hufhorn in einem solchen Fall genau beobachtet werden. Beim Kauf von Holzspänen, sollte sehr auf die Qualität geachtet werden, da billige Holzspäne meist sehr staubhaltig sind und spitze Splitter in der Streu enthalten sein können.

Holzspäne lassen sich auch gut mit Stroh kombinieren. Eine zehn Zentimeter dicke Schicht aus Spänen mit einer dünnen Strohlage darüber, ergibt ein optimales Lager für das Pferd. Allerdings gestaltet sich diese Art der Einstreu hinsichtlich ihrer Entsorgung als problematischer, weshalb sie in der Praxis nur selten angewendet wird.

Eine weitere staubfreie Art der Einstreu sind Papierschnipsel bzw. Papierschnitzel (Schnitzel aus Zeitungspapier). Diese werden gerne als Einstreu bei Pferden verwendet, die allergisch auf Staub reagieren. Papiereinstreu ist relativ günstig. Sobald die Papierschnitzel mit Urin durchtränkt sind, kann es zur Schimmelbildung und anschließender Pilzbesiedelung kommen. Deshalb muss hier besonders Augenmerk auf die Hygiene gelegt werden. Die Entsorgung des Mistes ist bei Papiereinstreu auch nicht ganz so einfach.

Holzspäne und Papiereinstreu werden in plastikverpackten Ballen angeboten, die sich einfach und sauber transportieren lassen. In der Regel werden ein bis zwei Ballen Einstreu pro Woche benötigt, was davon abhängt, wie viel Zeit das Pferd auf der Weide verbringt und wie stark es seine Einstreu generell verschmutzt.

Sägemehl ist weniger als Einstreu geeignet, da es sehr schnell feucht wird. Wenn Pferde das Sägemehl zusammen mit dem Heu fressen, kann es zudem zu Koliken kommen.

Relativ neu ist Hanfeinstreu für Pferdeboxen bzw. Pferdeställe. Hanfeinstreu ist ein natürliches Produkt, das sich ebenfalls durch Staubfreiheit auszeichnet. Außerdem besitzt Hanfeinstreu eine hohe Saugfähigkeit, zersetzt sich nicht so schnell wie Papiereinstreu und verrottet schneller als Einstreu aus Holzspänen. Hanfeinstreu wird aus den Stängeln nicht narkotisch wirkender Pflanzen hergestellt. In den Anschaffungskosten ist diese Art der Einstreu jedoch verhältnismäßig teuer. Bei einer regelmäßigen Entfernung der Pferdeäpfel, ist Hanfeinstreu allerdings sehr effektiv, so dass sie langfristig betrachtet, durchaus preisgünstiger als andere Mittel zur Einstreu sein kann.

Bei Arabern und anderen Pferderassen, die ursprünglich aus Wüstenregionen stammen, gilt Sand als natürlichste Art der Einstreu. Sand stellt ein trockenes Lager her, das sich gut den Konturen des Pferdekörpers anpasst und bei warmen Temperaturen eine angenehme Kühle bietet. Als anorganisches Material ruft Sand zudem keinerlei Atemwegsbeschwerden hervor. Wenn man sich für Sand als Einstreu entschieden hat, sollte man jedoch kein Futter darauf streuen, da der Sand vom Pferd mitgefressen wird, was zu Koliken führen kann.