Das Pferd – Lauftier – Fluchttier – Herdentier – Pflanzenfresser

Obwohl jedes Pferd anders ist und sich von seinen Artgenossen unterscheidet, erkennen wir jedes Pferd direkt als Pferd. Denn obgleich Pferde die verschiedensten Lebensräume weltweit „bewohnen“, wo sie ganz unterschiedliche Bedingungen zum Leben vorfinden, weisen doch alle Pferde in ihrer körperlichen Gestalt und ihrem spezifischen Verhalten Ähnlichkeiten miteinander auf.

Das

Przewalski-Pferd – ursprünglicher Pferde-Typ

Typisch Pferd

Der Kopf des Pferdes ist lang. Auf diese Weise hat die Natur dafür gesorgt, dass die Grashalme beim Fressen nicht in die Augen gelangen können.

Als spezialisierter Pflanzenfresser ist das Pferd zudem mit einem Gebiss ausgestattet, das über gute Schneide- und Mahlzähne verfügt. Reißzähne sind nicht vorhanden.

Die Nase des Pferdes bzw. der Geruchssinn des Pferdes ist gut ausgebildet, damit das Pferd gut zwischen einzelnen Pflanzen unterscheiden kann und keine schädlichen Dinge zu sich nimmt.




Die Augen des Pferdes sind hoch – über Grashalmhöhe – und an den Seiten am Kopf platziert, was dem Pferd eine ausgezeichnete Rundumsicht ermöglicht. Pferde weisen im Gegensatz zu Baumbewohnern oder Jägern kein ausgeprägtes binokulares Sehvermögen auf, da sie nicht darauf angewiesen sind, Entfernungen gut abschätzen zu können.

Wie bei fast allen Säugetieren befinden sich die Ohren des Pferdes am oberen Ende des Kopfes. Sie sind für eine gute Schall-Bündelung trichterförmig ausgebildet. Zum Schutz sind die Pferdeohren außerdem mit Fell ausgekleidet, wodurch das Eindringen von Fliegen, Regen oder Samen verhindert wird.

Das Pferd verfügt über einen langen und beweglichen Hals, mit dem es auch in der Lage ist, Bäume zu erreichen. Die große Drosselvene, die das Blut aus dem Bereich des Kopfes sammelt, verläuft beim Pferd an der unteren Seite des Halses. Je länger der Hals ist, desto größer ist der Wärmeverlust, der an der großen Drosselvene auftritt. Die Mähne des Pferdes dient hier als zusätzliche Isolationsschicht, um den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten.

Pferde haben einen tiefen Brustkorb, der für ein großes Lungen- und Herzvolumen notwendig ist.

Der Unterleib des Pferdes hat gewaltige Ausmaße, was erforderlich ist, da die Verdauung von Pflanzennahrung lang andauert. Als Pflanzenfresser ist das Pferd zudem mit einem umfangreichen Darmsystem mit reichem Bakterienvorkommen ausgestattet.

Die Beine des Pferdes sind lang, damit der Pferdekörper beim Gehen oder Laufen über das Gras“erhoben“ ist.

Die Füße des Pferdes sind hart ausgeprägt und eignen sich ideal zum „Wandern“ über verschiedene Böden. Es hat ebene Hufe, da es keine Krallen, die sinnvoll zum Graben oder Festhalten wären, benötigt.

Durch den Fellwechsel zweimal im Jahr, hat es die Natur so eingerichtet, dass das Fell des Pferdes im Winter dichter und im Sommer weniger dicht ist.

Das Pferd besitzt einen gut behaarten Schweif, der im Winter Wärme bietet und im Sommer als „Fliegenwedel“ dient.

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