Pferde in der Mythologie

Pferde und Pferdewesen in der MythologieZu der Zeit als sich die Menschen den Pferden annäherten, war es quasi eine Notwendigkeit, dass ihre Götter und Helden voller Stolz auf ganz besonderen Pferden ritten. Dabei weisen die Bilder unterschiedlicher Kulturen sehr große Ähnlichkeit miteinander auf.

Bekannte Pferde aus der Mythologie und Sagenwelt – Mystische Pferde

Pegasus
Das fliegende Pferd Pegasus ist aus einer Verbindung von Medusa mit Perseus hervorgegangen. Als Pegasus davonflog, ließ er eine Hufspur auf dem Berg Helikon zurück. Aus dieser Hufspur entsprang die Quelle Hippokrene. Die Quelle Hippokrene war den Musen geweiht und wurde als Quelle der dichterischen Inspiration angesehen. Der Prinz Bellerophon zähmte Pegasus und bestritt gemeinsam mit dem fliegenden Pferd zahlreiche Abenteuer – darunter die Tötung des Ungeheuers Chimäre. Später diente Pegasus Göttervater Zeus als Träger für dessen Blitze.




Cyllaros und Harpagos
Bei Cyllaros und Harpagos handelt es sich um die weißen Pferde der sterblichen Zwillingsbrüder Castor und Pollux. Castor und Pollux waren die Söhne der griechischen Göttervaters Zeus.

Xanthos und Balios
Die Pferde Xanthos und Balios waren die Söhne des Westwindes Zephyr. Xanthos und Balios gehörten zum Besitz von Achilles – Griechenlands tapferem Helden.

Sleipnir
Der Hengst Sleipnir verfügte über acht Beine und war das Pferd vom germanischen Gott Odin. Sleipnir wurde nicht nur als Kriegspferd angesehen, sondern war ebenfalls Schutzgott der Dichter. Das Ende fand der Hengst gemeinsam mit seinem Herrn in der Schlacht der Götterdämmerung (Ragnarök). Ragnarök war der Untergang der Götter und gleichzeitig der Neubeginn der Zeiten.

Hrimfaxi
Der Rappe Hrimfaxi diente Nott, der altnordischen Personifizierung der Nacht als Wagenpferd. Sein Name Hrimfaxi bedeutet soviel wie Reifmähre, was sich auf die Eiszapfen in seiner Mähne und seinem Schweif bezieht.

Namenlose Pferde in der Mythologie

Der griechische Gott der Unterwelt Hades fuhr in einem Wagen, vor den vier schwarze Hengste gespannt waren. Helios, der griechische Sonnengott, hatte ein Gespann von vier weißen Hengsten mit dem er über den Himmel zog. Der griechische Meeresgott Poseidon wurde als Schöpfer und Verkörperung aller Pferde angesehen. Ihm zu Ehren wurden weiße Pferde geopfert. Jedes Jahr zum Ende des Winters hin schickte man auf Rhodos einen Viererzug edelster Schimmel ins Meer hinab, um auf diese Weise „die Sonne zu erwecken“.

Phantastische Pferde und Pferdewesen

Neben diesen besonderen Pferden für Helden und Götter schufen die Menschen in ihrer Phantasie auch ganz eigene Kreaturen mit gewissen Pferdeähnlichkeiten – pferdeähnliche Wesen. Die Zentauren gehören ebenso zu diesen wie die Einhörner. Man geht davon aus, dass alte Sagen oder Naturphänomene die Grundlage für die phantastischen Pferdewesen bildeten.

Einhörner
Unter den Einhörnern stellten sich die Menschen mythische weiße Pferde vor, die auf ihrer Stirn ein gerades, magisches Horn trugen.

Zentauren
Zentauren waren Lebewesen, die halb Pferd, halb Mensch waren. Die meisten Zentauren wurden als eher grob und ungehobelt angesehen. Deshalb wurden die Zentauren dem Weingott Dionysos als Gefolge zugeschrieben und als „Zugtiere“ für dessen Wagen angesehen. Eine Ausnahme bildet der Zentaur Chiron. Chiron war weise und sanftmütig. Er diente vielen Helden und Göttern Griechenlands als Lehrer.

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