Pferdepflege: Schweif verziehen

Das Verziehen des Schweifes wird durchgeführt, um den Schweif des Pferdes in Form zu bringen. Durch das Auszupfen der seitlichen Schweifhaare erreicht man, dass der Schweif oben schmal ist und breit nach unten fällt. Bei Pferden, die in Robusthaltung leben, wird der Schweif nicht verzogen, sondern natürlich belassen.

Es gibt viele Pferde, die sehr sensibel auf das Auszupfen der Schweifhaare reagieren. Aus diesem und aus einigen anderen Gründen verzichten viele Pferdebesitzer auf das Verziehen des Schweifes und flechten den Schweif stattdessen zur Teilnahme an Turnieren und Pferdeschauen lieber ein. Das Verziehen des Schweifes wird auch bei Rennpferden nur sehr selten durchgeführt, da die jungen Vollblüter mit feinem wehendem Schweif deutlich eleganter erscheinen. Ein Schweif, der korrekt verzogen wurde, kann einem Pferd aber durchaus zu einem attraktiveren Aussehen verhelfen.




Bei einem sehr dicken, bisher unverzogenen Schweif sollte man das Verziehen in mehrere kleine Schritte auf mehrere Tage verteilen. Auf diese Weise hat die Haut des Pferdes immer wieder Erholungsphasen und wird nicht über Gebühr gereizt. Bei Pferden, die ängstlich oder bockig sind, stellt man sich zum Verziehen des Schweifs nicht hinter die Tiere, sondern seitlich daneben. So ist man geschützt, falls die Pferde aus Unsicherheit oder vor Ärger beim Verziehen des Schweifes nach hinten ausschlagen.

Die Schweifhaare lassen sich leichter auszupfen, wenn die Pferde warm sind. Deshalb eignet sich zum Verziehen des Schweifs ein Zeitpunkt nach dem Training bzw. der Arbeit des Pferdes am besten.

Angestrebtes Ziel beim Verziehen des Schweifes ist ein gleichmäßiger Schweifansatz, von dem der Schweif breit nach unten fällt. Für das Verziehen brauchen Sie eine Haarbürste, einen Mähnenkamm, eine Bürste für das Wasser und eine Schere.

Anleitung und Tipps für das Verziehen des Schweifes

  • Bürsten Sie den Schweif zunächst gut durch. Anschließend erfassen Sie mit dem Kamm einige Haare seitlich an der Schweifrübe. Das restliche Schweifhaar kämmen Sie zurück.
  • Zupfen Sie die abgeteilten Schweifhaare dann mit einem Ruck aus. Bei sehr starrem oder dickem Haar, empfiehlt es sich, die Haare vorher um den Kamm zu wickeln. Auf diese Weise lassen sie sich leichter ausreißen.
  • Der Schweif wird auf beiden Seiten in der Regel bis etwa zur Hälfte der Schweifrübe verzogen. Die langen Schweifhaare in der Mitte werden normalerweise stehen gelassen. Nur bei einem zu dicken Schweif, werden auch hier Haare entfernt.
  • Anschließend bürsten Sie den Schweif mit einer feuchten Bürste noch einmal ordentlich durch.

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