Clydesdale

Farbe:
Braune, Rappen, Schecken
viele Abzeichen

Herkunft:
Clyde-Tal (Schottland)

Einsatz:
Arbeitspferd, Fahrpferd

Stockmaß:

bis ca. 1,72m






Anatomie:

Der Clydesdale ist ein sehr schweres Arbeitspferd aus Schottland. Er zeigt einen massigen Kopf, der über eine gerade Nasenlinie verfügt oder als leichter Ramskopf ausgeprägt ist. Die Ganaschen sind groß, die Augen verhältnismäßig klein. Auffallend sind die ausgeprägten Tasthaare am Maul, die wie ein „Bart“ wirken. Der Hals des Clydesdales ist lang und zeigt eine schöne Biegung. Er setzt hoch an den Schultern, die eher mäßig schräg sind, an. Der Clydesdale verfügt über einen ausgeprägten Widerrist. Sein Rücken ist kurz und sehr kräftig, die Kruppe fällt steil aus. Die langen Gliedmaßen des Clydesdales sind auffallend muskulös mit großen Gelenken. Der Clydesdale hat einen ausgeprägt dichten, langen Fesselbehang. Auch das übrige Langhaar der Rasse ist sehr dicht, wobei der Schweif meist (wie bei Zugpferd-Rassen üblich) sehr kurz geschnitten oder kupiert wird. (Kupieren ist hierzulande mittlerweile verboten.)

Hintergründe zum Clydesdale

Die Heimat des Clydesdale liegt in der schottischen Grafschaft Lanarkshire – genaugenommen im Gebiet rund um den Fluss Clyde. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hier schwere Arbeitspferde auf Grundlage von eingeführten Hengsten aus Belgien und einheimischen Pferden gezüchtet. Danach nahm insbesondere das Shire Horse, das vermutlich denselben Ursprung haben soll wie der Clydesdale, einen bedeutenden Einfluss an der Zucht der Rasse. Ein Kennzeichen für diese Beeinflussung ist das auffallend hohe Stockmaß des Clydesdale.

Im Jahr 1877 wurde die Clydesdale Horse Society gegründet, womit die systematische Zucht der Kaltblutrasse ihren Anfang nahm. Etliche der Tiere fanden nachfolgend in den USA und in Australien ein neues Zuhause. In Europa sieht man den Clydesdale heutzutage meistens als Zugpferd vor Brauereiwägen und bei festlichen Umzügen. Dabei fällt ihr langer Schritt mit verhältnismäßig hoher Aktion besonders ins Auge. In den Zuchtzielen ist unter anderem definiert, dass man die Hufeisen der Pferde bei jedem Schritt von hinten sehen müssen soll.

Wie viele Kaltblüter zeigt sich auch bei Clydesdale eine bemerkenswerte Freundlichkeit und ein ausgesprochener Gehorsam. Die Pferde erbringen ohne weiteres enorme Zugleistungen auch über einen längeren Zeitraum. Im Wesen bestechen sie durch ihre ruhige Art und gleichzeitig durch ihren ausgeprägten Arbeitseifer und –willen.