Comtois

Farbe:
fast nur Füchse – oft mit heller Mähne

Herkunft:
Provinz Franche Comté und andere (Frankreich)

Einsatz:
Reitpferd, Arbeitspferd, Fahrpferd

Stockmaß:

ca. 1,50m bis 1,60m





Anatomie:

Der Comtois ist ein Kaltblut mittleren Kalibers im zweckmäßigen Typ. Sein mittelgroßer Kopf fällt etwas derb aus und zeigt einen freundlichen Ausdruck. Der kurze, kräftige Hals des Comtois geht aus einer ziemlich guten Schulter hervor. Der Widerrist des Comtois ist aureichend ausgeprägt. Der Comtois hat einen kompakten Rumpf mit kurzem Rücken, guter Tiefe und einer ausladenden Wölbung der Rippen. Seine Kruppe ist kurz, breit und abgeschlagen. Die trockenen Gliedmaßen des Comtois sind mit etwas Behang und kleinen, harten Hufen ausgestattet. Der Comtois bringt ungefähr 800kg auf die Waage.

Comtois – weitere Infos und Hintergründe

Es wird angenommen, dass der Comtois auf schwere germanische Pferde zurückgeht, die im 6. Jahrhundert in den westlichen Gebieten eingeführt wurden. Durch die Einkreuzung lokaler Arbeitspferde entstand ein äußerst nützlicher Schlag, der sich auch beim Militär einer großen Beliebtheit erfreute.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Pferderasse ihre Hochzeit, die jedoch mit der Französischen Revolution ein jähres Ende fand. Nachfolgend verlor der Comtois mehr und mehr an Bedeutung und die Rasse verschlechterte sich zunehmend, da mangelhafte schweizer Hengste zur Zucht verwendet wurden. Der Comtois wurde vor seinem Untergang bewahrt, als Eugene Gayot zum direkt des Gestütswesen ernannt wurde und 38 ausgesuchte Hengste anderer französischer Pferderassen zur Zucht auswählte.

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde auch Ardennerblut in den Comtois eingekreuzt, was zu einem stärkeren Fundament und einem Massezuwachs führte.

Teilweise wird vermutet, dass es zwischen Comtois und Haflinger eine Verwandtschaft gibt, da beide Pferderassen ausschließlich als helle Füchse mit weißlichem Langhaar vorkommen.

Der Comtois ist ein guter Futterverwerter, der sich durch seine Zähheit und seinen Arbeitswillen auszeichnet. Aufgrund seiner kompakten Größe ist der Comtois besonders häufig in Bergregionen anzutreffen.