Vollblut – schnelle, edle Pferde

Vollblut-Pferde zeichnen sich nicht durch eine außergewöhnlich hohe Blutmenge aus, sondern durch ihr feuriges Temperament. Bei den Vollblütern handelt es sich um grazile, schnellfüßige Trab- und Galopppferde, die hochsensibel und leicht erregbar sind.

Das Arabische Vollblut ist der Ursprung und Inbegriff aller Vollblut-Pferde. Die bodenständige Zuchtrasse der heißen südlichen Wüstengebiete ist über 1.500 Jahre alt. Ihre ursprüngliche Herkunft bis heute weitegehend ungeklärt.

Ebenfalls zu den Vollblütern zählen das Englische Vollblut und der Anglo-Araber.




Zu den besonderen Eigenschaften des Vollbut-Pferdes gehören sein leichtes Kaliber, zierliches Knochengerüst, trocken und markant ausgebildete Kopfform und Gliedmaßen und ein oft hoher Widerrist. Die Behaarung des Vollblutes ist dünn und glatt. Kötenbehang kommt nicht vor. Die Hufe fallen klein aus.

Die Gangmechanik des Vollblutes zeichnet sich durch flinke, flüchtige Bewegungen und eine große Wendigkeit aus.

Bei der Einteilung der Pferderassen gibt es in der Literatur bisweilen große Unterschiede. Deshalb finden Sie hier unter Vollblut auch Pferderassen wie den Achal Tekkiner, der dem Vollblut ebenbürtig ist, jedoch nicht immer als solches bezeichnet wird.