Criollo

Farbe:
alle Farben, vermehrt dunkle Falben (mit Aalstrich)
Overo-Scheckung
Tobianos sind nur in Uruguay und Brasilien erlaubt
keine Albinos

Herkunft:
Argentinien / Südamerika

Einsatz:
Arbeitspferd (Hirtenpferd), Reitpferd, Westernpferd,
Freizeitpferd, Polopferd, Gangpferd (Pass und Tölt)

Stockmaß:

ca. 1,38m bis 1,52m






Anatomie:

Typisch für die Rasse des Criollo ist ein ausgeprägter Ramskopf und ein robuster Körperbau.

Wissenswertes über den Criollo

Der Name „Criollo“ bedeutet übersetzt „von spanischer Abstammung“, was Bezug auf die Vorfahren dieser Pferderasse nimmt. Südamerika war ursprünglich pferdelos. Im 16. und 17. Jahrhundert kamen Pferde, die über viel Berber- und Araberblut sowie Percheron-Blut verfügten, mit den spanischen Eroberern ins Land. Pferde, die den spanischen Eroberern davonliefen, entwickelten sich im rauen Umfeld der argentinischen Pampa zum heute typischen robusten Criollo, dem perfekten Hirtenpferd für die Gauchos, weiter. Heute leben die Criollos in großer Anzahl in halbwilden Herden in vielen verschiedenen Ländern Südamerikas.

Zwischen den Pferden der einzelnen Länder gibt es Unterschiede im Typ, in Deutschland werden jedoch alle Pferde mit dem Begriff Criollos zusammengefasst. Die aus Argentinien stammenden Criollos weisen die meisten rassetypischen Merkmale auf. Criollos besitzen eine natürliche Veranlagung für Pass und Tölt.

Criollos zeichnen sich durch eine extreme Robustheit aus. Um zu verhindern, dass die Pferde bei der Rancharbeit mit dem Langhaar im Gestrüpp hängenbleiben, wird die Mähne geschoren und der Schweif gestutzt.

Im Jahr 1918 wurde ein Stutbuch für den Criollo eröffnet. Fünf Jahre später – 1923 – fand die Gründung des Zuchtverbandes in Argentinien statt. Im Jahr 1959 folgte der Zusammenschluss aller Zuchtverbände der Criollo-Rassen in einem Zuchtbuch. Auf diese Weise sollten Mischprodukte wie Cruzados oder Mestizios von der Zucht ausgeschlossen werden.