Quarter Horse

Farbe:
alle Farben, häufig Füchse,
keine Schecken

Herkunft:
Nordamerika

Einsatz:
Westernpferd, Reitpferd

Stockmaß:

ca. 1,45m bis 1,55m





Anatomie:

Das American Quarter Horse besitzt einen kurzen, geraden Kopf mit starken Ganaschen. Sein Hals ist gerade und muskulös. Der Widerrist des American Quarter Horse ist ausgeprägt, der Rumpf fällt kurz und gedrungen aus. Seine breite Kruppe fällt ab und ist überaus muskulös.

Details zum American Quarter Horse

Die Rasse des American Quarter Horse ist eine der ältesten Pferderassen Amerikas. Es war früher das Pferd für die Cowboys schlechthin und erfreut sich auch heute noch einer großen Beliebtheit bei den Westernreitern. Das American Quarter Horse zeichnet sich durch seine Stärke, Schnelligkeit, Wendigkeit und Intelligenz aus. Es hat einen äußerst freundlichen Charakter und lässt sich leicht einreiten. Zudem ist es ausgesprochen arbeitswillig und lehnt sich nicht unnötig gegen seinen Reiter auf.

Die starke Hinterhand des American Quarter Horse bietet bei der Rinderarbeit viele Vorteile. Die Pferde sind damit in der Lage sehr schnell zu beschleunigen oder ihr Tempo extrem zu verlangsamen, sie können unmittelbar in hoher Geschwindigkeit anreiten oder stoppen und sehr enge Wendungen nehmen.

In Amerika ist das American Quarter Horse die beliebteste Pferderasse. Über zwei Millionen Pferde dieser Rasse sind dort registriert. Weltweit kommen noch einmal rund 850.000 Pferde hinzu. Bemerkenswerte Zahlen, wenn man bedenkt, dass die Rasse erst seit 1941 als eigenständige Pferderasse anerkannt ist.

Der Name Quarter Horse kommt von quarter mile (übersetzt: Viertelmeile). Die quarter mile ist eine Renn-Distanz, auf der das Quarter Horse bis heute das schnellste Pferd der Welt ist, Der Rekord hierbei liegt bei zwanzig Sekunden. Die Pferderennen über diese Länge gehen auf die Siedler des 17. Jahrhunderts zurück. Diese veranstalteten Sonntags in Virigina und Carolina Pferderennen entlang der Hauptstraße. Dabei taten sich Pferde, die aus der Kreuzung einheimischer Chicasaw Indian Ponies und eingeführten Englischen Vollblütern hervorgingen, als besonders geeignet und bermerkenswert schnell hervor. Schon bald waren diese Pferde in der Zucht sehr gefragt. Als Stammvater der Rasse wird heute ein Englischer Vollbluthengst angesehen. Janus, so der Name des Pferdes, der im Jahr 1756 aus England importiert wurde.

In der Zucht des American Quarter Horses konzentrierte man sich in erster Linie auf ein schnelles Pferd, das ebenfalls zu einer schnellen Beschleunigung in der Lage war. Neben seiner idealen Eignung für die Pferderennen auf der quarter mile, entdeckte man schon bald auch die weiteren hervorragenden Eigenschaften dieser Pferde, zu denen die besondere Stärke, die kraftvollen Schultern und die gewaltige Hinterhand gehören. Aufgrund ihres angeborenen Instinktes dem sogenannten „Cowsense“ eigneten sich die Quarter Horses ideal für die Arbeit der Cowboys mit den Rindern. Gemeinsam mit den Pionieren eroberte das Quarter Horse deshalb als Arbeitspferd den Westen der USA, wo es ausgezeichnete Dienste auf den großen Ranchen leistete.

Mittlerweile werden verschiedene Typen des American Quarter Horses gezüchtet. Schwere Typen für die Arbeit und leichtere Typen für die Rennen.