Schlafen und Dösen

Pferde beim Fressen, Ruhen und SchlafenPferde weisen im Vergleich zu anderen Haustieren wie Katzen oder Hunden, verhältnismäßig kurze Ruhephasen auf. Ein Pferd ist etwa 17 Stunden am Tag wach und überwiegend mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. In den restlichen 7 Stunden ruht sich das Pferd aus oder schläft. Der Tiefschlag macht dabei nur etwa eine halbe Stunde pro Tag aus.

Bei den Ruhezeiten des Pferdes kann man zwischen folgenden Phasen unterscheiden:

Dösen
Beim Dösen bleibt das Pferd stehen und nickt leicht ein. Dabei nimmt es eine entspannte Körperhaltung mit angewinkeltem Hinterbein und aufgestellter Hufspitze ein. In diesem Zusammenhang spricht man davon, dass das Pferd „schildert“.




Niederlegen
Das Pferd liegt auf dem Boden und nimmt eine dem Hund ähnliche Position ein. Dazu zieht es Vorder- und Hinterbeine unter den Körper und hält den Kopf aufrecht, wobei es meistens das Maul auf den Boden stützt.

Tiefschlaf
Im Tiefschlaf liegt das Pferd auf der Seite und streckt die Beine weit von sich aus.

Das Schlafbedürfnis von Pferden fällt in Abhängigkeit zum Alter unterschiedlich aus. Junge Pferde (Fohlen und Jährlinge) brauchen auch tagsüber häufiger Tiefschlafphasen. Währenddessen stehen die älteren Pferde der Herde dicht in ihrer Nähe und passen auf sie auf. Insgesamt kann man beobachten, dass die Pferde während allen Ruhe- und Schlafphasen eng zusammen bleibt. Auf diese Weise haben die Tiere den besten Schutz vor Feinden. Pferde bevorzugen zum Schlafen und Ruhen Freiflächen, wo ihnen eine schnelle Wahrnehmung von Gerüchen und Geräuschen möglich ist.

Bei älteren Pferden ist festzustellen, dass diese sich nicht mehr so gerne hinlegen. Sie wissen instinktiv (Urinstinkte des Wildpferdes), dass sie im Falle von drohender Gefahr nicht mehr so schnell auf die Beine kommen, weil sie durch das Alter ungelenkiger geworden sind.

Pferde sind auf ausreichende Erholungsphasen angewiesen. Wenn sich das Pferd aus irgendwelchen Gründen ständig bedroht fühlt oder andere Einflüsse dazu beitragen, dass es andauernd unruhig ist und nicht entspannen kann, zeigt sich das in einer Abnahme seiner Leistungsfähigkeit und Konzentration. Es ist dann auch im Umgang mit dem Menschen verspannt, ängstlich und nervös. Wir sollten deshalb Sorge dafür tragen, dass unsere Pferde in einem Umfeld leben, wo sie sich sicher ausruhen und regenerieren können, nur so haben wir leistungsbereite, gesunde, motivierte und zuverlässige Freizeitpartner.