Durchgehen beim Pferd

Beim Durchgehen handelt es sich um eine Panikreaktion des Pferdes. Ursächlich für Durchgehen kann beispielsweise eine beängstigende oder eine schmerzauslösende Situation sein. Wenn das Pferd durchgeht, rennt es blindlings davon, ganz egal, ob es auf der Weide ist, einen Reiter auf seinem Rücken trägt oder vor einen Wagen gespannt ist. Durchgehende Pferde neigen zudem häufig sogar dazu, dass sie in Hindernisse hineingaloppieren, wobei es zu Verletzungen kommt.

Um ein durchgehendes Pferd aufzuhalten, sind Paraden kein wirksames Mittel. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, kann man als Reiter versuchen, das Pferd mit einem Zügel auf einen fortwährend enger werdenden Kreis zu dirigieren und es so letztlich zum Stillstand zu bringen.




Die Gefahr, dass ein Pferd schon bei kleinen Anlässen durchgeht, reduziert sich, wenn das Pferd von Natur aus relativ ausgeglichen ist. Um Durchgehen vorzubeugen, ist es außerdem ratsam, das Pferd durch Gewöhnung mit Dingen vertraut zu machen, vor denen sie sich normalerweise fürchten. Insbesondere ein ruhiger Umgang und eine Nutzung mit Sachverstand, helfen dabei, den natürlichen Fluchttrieb des Pferdes zu dämpfen.