Pferd: Weben

Beim Weben pendelt das Pferd oft über Stunden hinweg mit dem Hals hin und her, wobei es häufig auch noch von einem Vorderbein auf das andere Vorderbein tritt. Ein ähnliches, zwanghaftes Verhalten ist häufig bei Zootieren oder Zirkustieren zu beobachten, die monotone Bewegungsabläufe zeigen, weil Käfige oder Gehege zu knapp bemessen sind. Pferde weben aus ähnlichen Gründen wie Zoo- oder Zirkustiere. Ursächlich für das Weben sind meist Eintönigkeit und Bewegungsmangel.

Auf die Dauer kommt es durch Weben zu Schädigungen an den Beinen des Pferdes. Außerdem sind die Belastungen für die Pferdepsyche enorm.




Häufig werden andere Pferde im Stall zur Nachahmung angeregt, wenn sie mit einem webenden Pferd zusammenstehen.

Weben ist ein eindeutiges Anzeichen für ein fehlerhaftes Verhalten des Menschen – insbesondere für unzureichende Haltungsbedingungen. Dennoch wird Weben oft als Untugend des Pferdes bezeichnet.