Dressurturnier / Dressurprüfungen

Zur Teilnahme an einem Dressurturnier bzw. einer Prüfung in der Dressur sind sowohl Männer als auch Frauen zugelassen. Bei Einzelwettbewerben entscheidet das Los über die Startreihenfolge der Reiter.

Bei den Prüfungen wird nach verschiedenen Klassen unterschieden. Prüfungen für Anfänger sind die E-Dressur (E=Einsteiger / Eingangsstufe) und A-Dressur (A=Anfänger). In den unteren Prüfungsklassen werden einfache Bewegungen geradeaus in den Grundgangarten (einfache Bahnfiguren, Gangartenwechsel) verlangt.

Weitere Klassen im Dressurreiten sind L für Leicht, M für Mittel und S für Schwer. Im Bereich der L- und M-Dressur nimmt die Schwierigkeit der Prüfungen zu, es wird ein höheres Maß an Versammlung verlangt, die Lektionen und geforderten Übergänge zwischen den Gangarten nehmen in Komplexität und Anspruch zu. So werden in der L- und M-Dressur Galoppvolten, versammelter Galopp, Schulter herein und Seitengänge im Trab gefordert. Die Dressurprüfung, die in der Vielseitigkeit geritten wird, entspricht übrigens dem mittleren Standard (Klasse L). Bei der S-Dressur stehen Lektionen der Hohen Schule auf dem Prüfungsprogramm.




Die höchsten und bekanntesten Dressurprüfungen sind der Prix Sankt Georges, der Intermédiaire I und II und der Grand Prix.

Bei einem Dressur-Championat werden an drei aufeinander folgenden Tagen drei Prüfungen geritten: Grand-Prix (vorgeschriebene Lektionen, ohne Musik), Grand Prix Special (vorgeschriebene Lektionen (schwieriger als beim Grand Prix), ohne Musik) und Kür auch Freistildressur (Lektionen frei wählbar, jedoch mit Pflichtlektionen, mit Musik). Sieger ist der Reiter mit der höchsten Punktzahl aus allen drei Prüfungen.

Bei Dressurwettbewerben in der Mannschaft erfolgt eine Auslosung der Mannschaftsreihenfolge und der Reihenfolge der jeweils vier Reiter einer Mannschaft. Jeder Reiter reitet vor den Richtern eine Grand-Prix-Prüfung (Lektionen vorgeschrieben, ohne Musik). Der Sieger wird anhand der jeweils drei besten Ergebnisse einer Mannschaft ermittelt.

Prüfungen beim Dressurreiten

Die Fédération Equestre Internationale (kurz: FEI) erkennt 20 Prüfungen auf hohem Niveau an. Dabei werden bis zu 35 Lektionen geritten, die zwischen 5 und 7,5 Minuten dauern. Die FEI hat die Prüfungsvorschriften schriftlich niedergelegt und passt diese von Zeit zu Zeit an.

Bei den in den Prüfungen verlangten Lektionen (Traversale, Piaffe, Passage, Pirouetten, Galoppwechsel im Zweier-Tempo oder in einem Tempo) ist die Reihenfolge vorgeschrieben.