Arten von Galopprennen

Alle Galopprennen dienen grundsätzlich als Leistungsprüfungen, die eine der wichtigsten Entscheidungshilfen für die Zucht von Rennpferden sind. Dennoch werden verschiedene Arten von Galopprennen unterschieden, die wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen:

  • Zuchtrennen
    In Zuchtrennen treten Pferde eines Jahrganges gegeneinander an, wobei alle Pferde das gleiche Gewicht zu tragen haben. Zuchtrennen bieten so die Möglichkeit, die Pferde direkt miteinander vergleichen zu können. Stuten tragen bei den Zuchtrennen ein Gewicht von 56kg. Hengste müssen zwei Kilogrammm mehr tragen und tragen dementsprechend ein Gewicht von 58kg. Jockey, Sattel und Sattelunterlage bilden das zu tragende Gewicht. Wenn das geforderte Gewicht nicht beim Wiegen erreicht wird, wird mit Bleiplatten ausgeglichen. Die Zuchtrennen werden auch als klassische Rennen bezeichnet und stellen quasi die Elite-Prüfungen für jeden Jahrgang dar.
  • Aufgewichtsrennen
    Bei den Aufgewichtsrennen steht das zu tragende Gewicht in Abhängigkeit zum Alter, zum Geschlecht oder zu den bisher erzielten Leistungen / Gewinnen des Pferdes.




  • Ausgleichsrennen
    Für die Ausgleichsrennen wird teilweise auch der Begriff Handicaps verwendet. Das zu tragende Gewicht des Pferdes wird mit dem Ausdruck Generalausgleichsgewicht – kurz: GAG – bezeichnet und durch den so genannten Ausgleicher – auch: Handicapper – festgelegt, der dazu die bisher erzielten Leistungen des Pferdes nutzt. Auch das Alter des Pferdes spielt bei der Ermittlung des Generalausgleichsgewichts eine Rolle. Ziel des Ausgleichers ist es, möglichst gleiche Gewinnaussichten zu schaffen. Generell gilt, dass das GAG umso höher ausfällt, je besser ein Pferd ist. Ausgleichsrennen besitzen aufgrund dieser „künstlich hergestellten Gleichheit“ zwischen den Pferden einen besonderen Reiz und sind in der Regel sehr spannend. Das in Kilogramm ausgedrückte GAG bieten außerdem die Gelegenheit für einen indirekten Leistungsvergleich der Pferde. In der Vollblutzucht werden Deckhengste ab einem in Flachrennen erreichten GAG von 95kg anerkannt. Für mehr Übersicht bei den Ausgleichsrennen sorgt eine Klassifizierung: Die sehr guten Pferde laufen im Ausgleich I, die guten Pferde im Ausgleich II, die mittelmäßigen Pferde finden sich im Ausgleich III wieder und den schwächeren Pferden ist Ausgleich IV vorbehalten. Es ist noch festzustellen, dass die Pferde in Ausgleichrennen das errechnete Generalausgleichsgewicht in Kilogramm komplett zu tragen haben. Bei Ausschreibungen für Ausgleichsrennen wird ein Plusfaktor oder ein Minusfaktor für das GAG angegeben. Den bisher höchsten Wert im Generalausgleich erzielte bislang die Vollblutstute Schwarzgold des Gestüts Schlenderhan mit einem sagenhaften Wert von 115kg.
  • Rennen nach Gruppenklassifizierung
    Die Rennen nach Gruppenklassifizierung sind die Galopprennen der höchsten Kategorie. Rennen nach Gruppenklassifizierung sind in ihrer Klassifizierung international abgestimmt. Unterschieden werden bei Rennen nach Gruppenklassifizierung die Gruppen I, II und III. Durch die Gruppenklassifizierung wird ein Vergleich mit den wichtigsten Rennen auf internationalem Niveau möglich. Der höchste Standard ist bei Rennen der Gruppe I zu finden.

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