Galopprennbahn

Im Prinzip besteht die Galopprennbahn meist aus zwei parallelen Geraden, die an beiden Enden durch jeweils einen Halbkreisbogen miteinander verbunden sind. In der Regel beträgt die gesamte Umlaufdistanz etwa 2000 Meter. Auf zwei Diagonalstrecken, die sich in der Bahnmitte kreuzen, sind feste Hindernisse untergebracht. Der Boden (Geläuf) der Galopprennbahn ist mit Gras bewachsen. Die Trainingsbahn verläuft direkt innerhalb und parallel zur äußeren Umlaufstrecke, ist wegen der vermehrten Benutzung mit Sand aufgefüllt.

Flachrennen werden fast ausschließlich auf der Außenstrecke der Galopprennbahn durchgeführt. Hindernisrennen erstrecken sich über die Diagonalen und können au der Außenbahn durch aufstellbare Hindernisse ergänzt werden.

Entlang der Zielgerade sind die Gebäude für Zuschauertribüne mit Gastronomie, Kassenschalter für Totalisator, Waageraum mit Vorplatz, Richterturm und der Sattelplatz mit Führring untergebracht.




Das Ziel befindet sich immer an derselben Stelle (vor der Zuschauertribüne), während der Start in Abhängigkeit von der Distanz des Rennens festgelegt wird und damit an wechselnden Orten auf der Rennbahn durchgeführt wird.

In den Deutschland gibt es unter anderem in Bad Harzburg, Baden-Baden, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Gelsenkirchen-Horst, Halle, Hamburg, Hannover, Berlin-Hoppegarten, Köln, Krefeld, Leipzig, Mühlheim, München und Neuss Galopprennbahnen. Diese Rennbahnen führen je Saison zwischen 7 und 27 Renntage durch.

So läuft es auf der Rennbahn ab:

Vor dem Rennstart

Der Abwieger prüft vor dem Beginn jedes Rennens, ob der Jockey zusammen mit Sattel und Bleidecke (Reithelm und Gerte werden nicht berücksichtigt), das für sein Pferd festgelegte Gesamtgewicht mitbringt. Nach dem Ende des Rennens erfolgt zur Kontrolle ein Zurückwiegen. Dabei wird darauf geachtet, dass das Gewicht nicht verändert wurde. Die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften liegt beim Trainer des Pferdes.

Nach dem Wiegen wird das Pferd auf dem Sattelplatz gesattelt und anschließend dem Publikum im Führring vorgeführt. Dann sitzen die Jockeys auf und werden zum Geläuf geführt. Zu dieser Zeit schließen die Zuschauer ihre Wetten an den Einzahlkassen ab. Die Einzahlkassen schließen mit dem Startzeichen.

Rennverlauf

Die Rennleitung und der Zielrichter beobachten den korrekten Verlauf des Rennens genau. Zusätzlich wird der Rennverlauf von vorn und von der Seite gefilmt. Werden Verstöße erkannt, werden diese sofort geahndet.

Im Zweifelsfall entscheidet die unbestechliche Zielfotografie über den Zieleinlauf der Pferde.

Nach dem Rennen

Im Anschluss an das Rennen gibt die Totozentrale die Rennquote bekannt. Wenig später erfolgt die Auszahlung der Gewinne. Danach beginnen die Vorbereitungen für das nächste Rennen des Tages. Zwischen zwei Rennen liegt im Normalfall eine halbe Stunde. Insgesamt dauert ein Renntag meist circa 4 Stunden, wo in der Regel 7 bis 8 Rennen gelaufen werden.