Jagdrennen – Steeplechase

Jagdrennen werden auch als Steeplechase bzw. Steeple Chase bezeichnet, was wortwörtlich übersetzt „Kirchturmrennen“ bedeutet. Diese Bezeichnung geht auf die englischen Jagdrennen zurück, die seit Ende des 18. Jahrhunderts von einem Kirchturm zum nächsten Kirchturm führten. Auf dieser Strecke galt es verschiedene Hindernisse zu überwinden. Allgemein wird Steeplechase auch als Oberbegriff für Hindernisrennen im Pferderennsport verwendet.

Das erste Steeplechase soll im Jahr 1752 zwischen den Iren Cornelius O´Callaghan und Edmund Blake ausgetragen worden sein. Das Querfeldeinrennen fand zwischen zwei Kirchen (Buttevant und St. Leger) in der Grafschaft Cork statt und führte die Reiter über eine Distanz von 7km. Blake ging als Sieger in diesem Steeplechase hervor und konnte sich an großen Mengen Jamaika-Rum, Bordeaux und Portwein als Prämie freuen.

Steeplechases finden überwiegend in Großbritannien und Irland statt. Dabei gehören Jagdrennen und Hürdenrennen zu den Profibereichen des Sports. Geländejagdrennen zählen zum Amateursport. Jagdrennen erstrecken sich über Distanzen zwischen 3,2 und 7,2km, wobei verschiedene feste Hindernisse (Gräben, Hecke, Wälle oder auch Wassergräben) überwunden werden müssen.




Für eine Teilnahme an Steeplechases müssen die Pferde als Vollblüter registriert sein. Außerdem müssen Sie von einem entsprechend lizensierten Trainer ausgebildet worden sein. In der Regel werden die Pferde von professionellen Jockeys geritten.

Speziell für Jagdrennen gezüchtete und trainierte Vollblüter, sind meist später einsatzbereit als Pferde, die für einen Einsatz bei Galopprennen (Flachrennen) vorgesehen sind. In der Regel nehmen sie erst in einem Alter von vier bis fünf Jahren an den Hindernisrennen teil. Vorab treten sie dreijährig bei speziellen leichteren Flachrennen für Jagdrennpferde an. Dabei werden meist Distanzen von 2,4km bestritten. Anschließend nehmen sie sofort an Jagdrennen oder Hürdenrennen teil.