Royal Ascot

Die Pferderennen im südenglischen Ascot sind legendär. Die 3,5km lange Rennbahn in der Ascot-Heide wurde auf Veranlassung von Königin Anne gebaut und von ihr im Jahr 1711 eröffnet. Alljährlich findet hier im Juni die traditionelle Rennwoche statt, zu der auch die königliche Familie zugegen ist.

Besonders populär ist der Ladies Day, wo sich die Damen der feinen Gesellschaft in bester Kleidung und vor allem mit auffallenden Kopfbedeckungen präsentieren. Diese Tradition besteht seit 1951 als der zu dieser Zeit noch lebende König George VI. mit seiner Königin (Queen Mum) in Ascot eingeführt wurde.

Das Hauptrennen der Rennwoche ist der Ascot-Gold-Cup. Dieses Rennen wurde erstmals im Jahr 1807 ausgetragen. Im Jahr 1875 entschied der erst 17-jährige Jockey Fred Archer das Rennen für sich, was ihn bis zu seinem Tod zum „King of Derby“ machte (Archer nahm sich im Alter von 30 Jahren das Leben.).




Im Jahr 1954 konnte in Ascot wieder ein unbekannter, 18 Jahre junger Jockey namens Lester Pigott überraschen, der zum Erstaunen aller, die großen Konkurrenten hinter sich ließ.

Jahr für Jahr ist Royal Ascot die Veranstaltung, wo es für die Besucher um Sehen und Gesehen werden geht. Dabei lässt es sich die High Society äußerst gut gehen. – Während der Rennwoche werden rund 120.000 Flaschen Champagner, 75.000 Flaschen Wein, 2,7 Tonnen Rindfleisch, 5,3 Tonnen Lachs, 6.000 Hummer und 4,5 Tonnen Erdbeeren an die vornehme Gesellschaft ausgegeben. Auch für viele Normalbürger ist Ascot ein Höhepunkt im Jahr, den sie sich nicht entgehen lassen.