Jagdreiten: Ablauf

Beim Jagdreiten wird zwischen reinen Reitjagden und Schleppjagden unterschieden. Bei beiden Formen des Jagdreitens gibt es eine vorher festgelegte Geländestrecke. Diese Geländestrecken sind mit mehreren festen Hindernissen versehen, die allerdings so errichtet werden, dass die Möglichkeit besteht, sie auch zu umreiten.

Beim Jagdreiten wird in mehreren Feldern geritten. Reiter, die im ersten Feld des Jagdritts unterwegs sind, müssen alle Hindernisse auf der Geländestrecke überspringen. Reiter des zweiten Feldes können auswählen, ob sie über die Hindernisse springen oder nicht. Das dritte Feld ist beim Jagdreiten für Reiter vorgesehen, die generell nicht springen.

Es gibt in jedem Feld einen Master. Der Master kennt die Geländestrecke. Er darf nicht von anderen Reitern überritten bzw. überholt werden. Zwei so genannte Piköre flankieren den Master. Ein dritter Pikör bildet den Schluss des Feldes. Er hilft Reitern, die gestürzt sind und fängt weggelaufene Pferde ein.




Bei einer Reitjagd gibt der Master das Tempo vor. Wenn eine Schleppjagd veranstaltet wird, bestimmt die Meute das Tempo. Zu Beginn der Strecke befindet sich die Meute immer beim ersten Feld. Nach dem Stopp kann die Meute jedoch auch vor dem zweiten Feld der Schleppjagd laufen.

Die Meute hört auf das Kommando des Masters. Daneben gibt es die so genannte Equipage, die sich aus vier oder fünf Reitern zusammensetzt, die gut mit den Hunden vertraut sind. Die Equipage ist unter anderem dafür verantwortlich, versprengte Hunde wieder „einzusammeln“.

Bei einer Schleppjagd reitet ein Reiter, der von zwei Pikören begleitet wird, vorher die Geländestrecke ab. Er hat eine Flasche mit Duftflüssigkeit am Steigbügel. Aus dieser Flasche tropft während des Rittes immer etwas Flüssigkeit auf den Boden. Die Schleppe wird gelegt. Die Hunde der Meute sind auf den Duft dieser Flüssigkeit geprägt. Nach Startfreigabe folgen sie der Duftspur und ihnen nach die Reiterfelder.

Auf halber Strecke wird beim Jagdreiten ein Stopp eingelegt. Anschließend führt die Jagd zum Ausgangspunkt zurück.

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