Wertung beim Springreiten

Der Reiter erhält beim Springreiten für Abwürfe, Verweigern oder Zeitüberschreitung Strafpunkte bzw. Fehlerpunkte. Wird eine Runde ohne Strafpunkte geritten, wird sie als fehlerfrei gewertet. Es gibt verschiedene Richtverfahren für die Vergabe von Strafpunkten.

Details zu den Strafpunkten und weiteren Konsequenzen:

Zeitüberschreitung
Bei einer Zeitüberschreitung wird dem Reiter im Stechen pro Sekunde über der vorgegebenen Zeit ein Strafpunkt angerechnet. Ansonsten gibt es 1/4 Strafpunkt je Sekunde. Wenn die Höchstzeit überschritten wird, wird der Reiter disqualifiziert.

Abwurf / Hineinreiten in einen Wassergraben
Für einen Abwurf oder das Hineinreiten in einen Wassergraben gibt es vier (manchmal auch nur zwei) Strafpunkte für den Reiter.




Verweigern
Beim ersten Verweigern erhält der Reiter nach Richtverfahren A für Standardprüfungen drei Strafpunkte. Beim zweiten Verweigern gibt es wieder drei Strafpunkte. Das dritte Verweigern führt zur Disqualifikation. (Das zweite Verweigern zieht bei manchen Richtverfahren schon den Ausschluss von der Prüfung nach sich. Gelegentlich werden auch vier Strafpunkte für das erste Verweigern und acht Strafpunkte für das zweite Verweigern vergeben.)

Verweigern und Abwerfen
Kommt es gleichzeitig zum Verweigern und einem Abwurf werden vier Strafpunkte zuzüglich einer Strafzeit angerechnet.

Sturz des Reiters / des Pferdes
Wenn der Reiter (oder das Pferd) stürzt, ist er automatisch von der Prüfung disqualifiziert. Nach dem Richtverfahren A kann sich der Reiter einen Sturz erlauben, bevor er nach dem zweiten Sturz disqualifiziert wird. Er erhält dann für den Sturz 8 Strafpunkte angerechnet.

In den Einzelwettbewerben und in den Mannschaftwettbewerben zieht eine Punktgleichheit ein Stechen nach sich, wobei die Strafpunkte maßgeblich sind. Wenn wieder ein Gleichstand vorliegt, entscheidet die Zeit über den Sieger.