Voltigierstunden – Übungen und Hintergründe zum Voltigieren

Voltigieren ist vor allem für Kinder die ideale Pferdesportart für den Anfang, da man beim Voltigieren ein gutes Gefühl für die Bewegungen des Pferdes entwickelt und so später beim Reiten im Sattel besser das Gleichgewicht halten kann.

Die Voltigierstunde beginnt immer mit dem Aufwärmen für Pferd und Mensch, damit die Muskeln vor den Turnübungen ausreichend gelockert sind. In den ersten Voltigierstunden wird den Schülern zunächst gezeigt, wie man auf das Pferd hinauf und wieder hinunter kommt. Auf diese Weise erfolgt auch der Vertrauensaufbau. Zu den ersten Übungen gehören das Hinlegen auf dem Pferd, der Grundsitz (dabei werden die Arme vom Körper weggestreckt) oder das verkehrt herum auf dem Pferd sitzen.

In den Voltigierstunden wird auch das richtige Herunterfallen trainiert, um Verletzungen vorzubeugen und Selbstvertrauen beim anschließenden Wiederaufsteigen aufzubauen. Voltigierpferde sind sehr gelassen und lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen, was für viele Übungen ein Vorteil ist.




Der Schwierigkeitsgrad der Übungen, die in der Voltigierstunde absolviert werden, steigert sich mit zunehmender Erfahrung und Können der Schüler. Bei der Mühle beispielsweise wird zunächst das rechte Bein über den Pferdehals gehoben, so dass der Voltigierende seitlich mit beiden Beinen auf der linken Seite des Pferdes sitzt. Nun wird das linke Bein über den Pferderücken gehoben und der Voltigierende sitzt verkehrt rum auf dem Pferd. In der nächsten Bewegung wird auch das rechte Bein über den Pferderücken gehoben und der Voltigierende sitzt seitlich mit beiden Beinen auf der rechten Seite des Pferdes. Mit dem Heben des linken Beines über den Pferdehals gelangt der Voltigierende in die Ausgangsposition zurück und schließt die Mühle ab.

Eine weitere Übung in der Voltigierstunde ist die Flanke. Hier drückt sich der Voltigierende mit beiden Armen auf dem Voltigiergurt ab, streckt beide Beine nach hinten aus und bringt sich schwungvoll zunächst in seitlich sitzender Position auf die linke Seite des Pferdes. Dann holt er erneut Schwung, stützt sich wieder ab und sitzt schließlich mit beiden Beinen auf der rechten Pferdeseite.

Beim Stehen auf dem Pferd sind die Knie leicht eingeknickt. Die Arme werden wie beim Grundsitz gerade, seitlich vom Körper weggestreckt.

Am Ende der Voltigierstunde wird das Pferd trocken geritten, wenn es sich stark in der Stunde erhitzt hat. Manchmal gibt man dem Pferd auch noch die Gelegenheit sich kurz auf dem Platz oder in der Reithalle zu wälzen. Die Longierpeitsche und das andere Zubehör werden wieder ordnungsgemäß weggeräumt.

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