Wettbewerbe im Westernreiten

Ausgehend von Amerika hat sich im Bereich des Westernreitens weltweit eine Vielzahl von Wettbewerben etabliert, die sich im Ursprung auf bestimmte Lektionen der ursprünglichen Cowboy-Arbeit mit der Rinderherde zurückführen lassen.

Die bekanntesten Wettbewerbe im Westernreiten in der Kurzvorstellung:

Barrel Racing
Beim Barrel Racing handelt es sich um einen Rennen um drei Fässer herum, das auf Zeit geritten wird. Bewertet werden hierbei Schnellspurt und Wendigkeit des Pferdes.

Bridle Path Hack
Unter Bridle Path Hack versteht man die Materialprüfung des Pferdes.

Cutting
Mit dem Ausdruck Cutting wird das Herauslösen und Getrennthalten eines einzelnen Rindes aus der Herde bezeichnet. Dabei kommt es vor allem auf den „Cow-sense“ des Pferdes an. Der angeborene Instinkt des Pferdes verhilft ihm dazu, das Ausbrechen des Rindes bevor es stattfindet zu erkennen und so das Entweichen des Tieres zu unterbinden.




Halter
Unter Halter versteht man eine Pferdeschau ohne Reiter. Dabei werden die besten Zuchtergebnisse vorgestellt und bewertet.

Reining
Reining ist die Grunddressur aller Westernpferde. Dabei wird besonders viel Wert auf fliegende Galoppwechsel, Sliding Stop (Durchparieren aus vollem Galopp zum Stand durch Gleiten auf der Hinterhand), Spin (schnelle Pirouetten) und mindestens 5m Rückwärtsrichten mit Übergang zum Rückwärts-Trab gelegt.

Roping
Roping beschreibt einen Wettbewerb, der mit dem Lasso (Rope) durchgeführt wird. Dabei kann es sich um das Einfangen eines Pferdes oder jungen Rindens (Calf roping) handeln. Wettbewerbe, wo ein erwachsener, kräftiger Stier eingefangen werden muss, werden als Steer roping bezeichnet und mit einem Team aus zwei Reitern durchgeführt (Team roping). Dabei werden die Lassos um die Hinterbeine, den Hals oder die Hörner des Sties geworfen.

Pole Bending

Das Pole Bending ist ein Schlangenlinienrennen, das auf Zeit um Pfähle herum, die in gerader Linie hintereinander aufgestellt sind, durchgeführt wird. Pole Bending ist vergleichbar mit einem Slalom.

Trail Horse
Beim Trail Horse geht es vor allem um die Geschicklichkeit. Dabei wird um oder über Hindernisse geritten, die im Gelände vorkommen können. Typische Hindernisse beim Trail Horse sind schmale Brücken, bewegliche Bohlen oder Gatter.

Western-Pleasure

Im Rahmen der Western-Pleasure wird das Pferd unter dem Reiter vorgeführt. Dabei sollen alle drei Grundgangarten am losen Zügel in vollendeter Losgelassenheit, in Balance, in korrekter Haltung Disziplin vorgeführt werden.

Western Riding
Das Western Riding ist ein Geschicklichkeitsreiten um Hindernisse, wobei die Manövrierfähigkeit und die Wendigkeit des Pferdes beurteilt werden.

Working Cow Horse
Beim Working Cow Horse wird eine einzelne Kuh nach festgelegten Figuren und Wendungen getrieben.

Zusätzlich gibt es noch weitere Veranstaltungen, die mit dem Westernreiten in Verbindung stehen:

Rodeo
Das Rodeo hat mit der leichten Reitmethode des Westernreitens nicht viel gemein. Im Ursprung war das Rodeo ein Volksfest der Cowboys, das als Abschluss nach dem Zusammentreiben der frei lebenden Herden (Round up – s.u.) gefeiert wurde. Heutzutage ist das Rodeo ein Publikumsmagnet und wird professionell veranstaltet. Dabei müssen sich die Reiter beispielsweise für eine festgelegte Zeit auf bockenden Pferden oder Stieren halten oder Stiere mit dem Lasso einfangen.

Round up
Mit dem Begriff Round up wird der alljährlich stattfindende Zusammentrieb der frei lebenden Viehherden in Amerika bezeichnet. Das Round up dient der Markierung der Tiere mit Brandzeichen, der veterinärmedizinischen Versorgung und dem Verkauf.