Reitausrüstung des Westernreiters

Für die Cowboys musste die Reitbekleidung vor allem bequem und praktisch sein. Die Reitbekleidung für die Cowboys von heute bzw. die heutigen Westernreiter ist immer noch auf Bequemlichkeit und Funktionalität ausgerichtet, wobei jedoch auch die optischen Reize nicht vernachlässigt werden. Viele Gegenstände der modernen Reitbekleidung für Westernreiter sind deshalb aufwändig verziert.

Cowboyhut – Stetson

Der Cowboyhut ist ein unverzichtbarer Gegenstand der Reitausrüstung für Westernreiter. Man bezeichnet den Cowboyhut auch als Stetson. Diese Bezeichnung geht zurück auf John Betterson Stetson, der die klassischen Cowboyhüte ab 1865 in Philadelphia anbot. Ein derartiger Stetson war äußerst haltbar und begleitete den Cowboy oft sein Leben lang. Der Stetson schützte vor Wind und Wetter. Außerdem eignete sich der Hut auch zum Wasserschöpfen, wenn der Cowboy seinen Durst stillen musste.




Jeans und Chaps

Cowboys bzw. Westernreiter trugen und tragen in der Regel Jeans zum Reiten. Es gibt heutzutage spezielle Reitjeans, wo keine Nähte stören oder scheuern. Darüber werden oft Chaps getragen. Chaps sind aus Leder hergestellte Beinkleider, die den Beinen des Reiters Schutz vor Dornen und Gestrüpp bieten. Chaps sind häufig dekorativ gesäumt – beispielsweise mit Fransen.

Hemden und Westen

Obenrum trugen die Cowboys in der Regel bunte Hemden. Auch die heutigen Westernreiter tragen meist Hemden, die jedoch häufig insbesondere im Turniersport sehr aufwändig verziert sind. Teilweise wurde bzw. wird über dem Hemd noch eine Lederweste getragen. Zur Grundausstattung der alten Cowboys gehörten außerdem die Bandanas. Dabei handelt es sich um Halstücher, die die Cowboys zum Schutz vor dem vom Vieh aufgewirbelten Staub über Mund und Nase zogen. Außerdem nutzten die Cowboys ihre Bandanas auch, um damit Wasser zu schöpfen.

Cowboystiefel / Reitstiefel und Rädchensporen

Die typischen Cowboystiefel geben dem Westernreiter einen sicheren Halt im Steigbügel. Die Spitze des Cowboystiefels passt leicht durch den Steigbügel hindurch, während der Absatz verhindert, dass der Fuß durch den Bügel rutschen kann. Für die alten Cowboys war der Absatz des Cowboystiefels zudem auch von großer Bedeutung, wenn es um das Einfangen von Vieh ging. Indem sie den Absatz in den Boden gruben, erreichten sie eine höhere Standfestigkeit, um sich gegen ein mit dem Lasso eingefangenes Tier zu stemmen. In früheren Zeiten waren die Cowboystiefel häufig ziemlich hoch, um so einen besseren Schutz vor Schlangenbissen zu bieten.

Die im Westernreiten typischen Rädchensporen sitzen sehr tief am Cowboystiefel. Bei jedem Tritt des Cowboys klirren sie, was das Vieh darauf aufmerksam macht, dass sich der Cowboy unter ihnen in der Herde bewegt.

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