Roundpen

An Bekanntheit gewonnen hat der Roundpen vor allem durch die Arbeit von Monty Roberts, der dort seine Methode des Join-Up praktiziert und vorstellt. Roundpens werden jedoch schon seit Jahrhunderten bei der Arbeit mit Pferden verwendet, wobei sich die Art der Nutzung jedoch verändert hat.

Ursprünglich dienten Roundpens unter anderem dazu, um zusammengetriebene Wildpferde „aufzubewahren“. Im Roundpen konnten die Pferde einfach mit dem Lasso eingefangen und anschließend gefügig (gebrochen) werden.

Umzäunung für den Roundpen

Roundpens können aus den unterschiedlichsten Materialien konstruiert werden. So finden Steine, Planken, Baumstämme und selbst Autoreifen in der Herstellung von Roundpens Verwendung. Fertig gekaufte Roundpens verfügen oft über eine Umzäunung aus Metallgittern, Metallrohren oder Holz.




Größe des Roundpens

Auch hinsichtlich der Größe gibt es viele Unterschiede bei den Roundpens, die weltweit verwendet werden. So finden sich ebenso Roundpens mit einem sehr geringen Durchmesser von nur 10 Metern wie auch Roundpens mit gewaltigen Ausmaßen von annähernd 50 Metern. Welche Größe für den Roundpen ideal ist, hängt von der Größe der Pferde ab, die im Roundpen gearbeitet werden sollen. Die Arbeit im Roundpen ist für den Menschen einfacher, je geringer der Durchmesser ist. Man sollte jedoch darauf achten, dass sich das Pferd ohne Probleme im Arbeitsgalopp im Roundpen bewegen können sollte. Bewährt haben sich in der Praxis Roundpens mit einem Durchmesser von 15 bis 17 Metern.

Roundpens bieten den Vorteil, dass der Abstand vom Menschen zum Pferd immer derselbe ist. Das Pferd kann sich dem Menschen schwerer entziehen, da es keinen größeren Abstand zwischen sich und den Menschen bringen kann, wenn dieser in der Mitte der Roundpens steht.

Boden des Roundpens

Wie bei anderen Reitplätzen, Ausläufen und Paddocks, wo sich das Pferd bewegt, spielt der Boden auch beim Roundpen eine wichtige Rolle. Der Boden im Roundpen sollte über eine gute Drainage verfügen, wozu auf dem natürlich vorhandenen Untergrund zunächst eine mindestens 30 Zentimeter Kies- oder Schotterschicht aufgebracht werden sollte. Diese Schicht aus Kies oder Schotter sollte in der Lage sein, das Oberflächenwasser vom Boden des Roundpens aufzunehmen und zuverlässig abzuleiten.

Auf die Kies- bzw. Schotterschicht muss eine Trennschicht aufgebracht werden. Hierbei hat sich Lehm bewährt, der in einer etwa 15 Zentimeter dicken Schicht aufgebracht werden sollte. Damit der Lehm eine gleichmäßige Fläche bildet, sollte er nach dem Aufbringen mit einer Walze bearbeitet werden, solange er noch feucht ist.

Abschließend muss der Boden des Roundpens noch mit einer Tretschicht versehen werden. Diese sollte nicht zu dick aufgetragen werden, da ein zu tiefer Boden eine unnötige Belastung für den Pferdekörper darstellt. Eine Höhe von circa vier bis fünf Zentimetern ist für die Tretschicht vollkommen ausreichend. Als Material für die Tretschicht eignet sich grober Sand ideal.

Um die Drainagewirkung zu erhöhen, kann der Boden zur Unterstützung leicht aufwölbend angelegt oder mit einer kleinen Abschrägung versehen werden.

Bei der Pflege des Bodens sollte lediglich die Tretschicht bearbeitet werden. Es muss also darauf geachtet werden, dass die trennende Lehmschicht von allen Pflegemaßnahmen unberührt bleibt und sich Tretschicht und Trennschicht nicht vermischen. Dazu leistet eine leichte Egge in der Regel gute Dienste.

Wenn der Sand der Tretschicht zu fein geworden ist und so zu schnell verdichtet, sollte er ersetzt werden. Die Tretschicht sollte stets locker und griffig sein.

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