Barockpferd

Wie das Barockpferd zu seinem Namen kam, ist nicht vollkommen klar. Man geht jedoch davon aus, dass der Ausdruck Barockpferde auf die vielfältigen Kunstdarstellungen von Pferden aus dem 17. und 18. Jahrhundert zurückzuführen ist. Auf den Bildern sind Pferde zu sehen, die den heutigen Barockpferden stark ähneln: Geschwungene Hälse, wallend lange Mähnen – dargestellt beim anmutigen Ausführen von Lektionen der Hohen Schule.

Heute erfreuen sich die Barockpferde einer zunehmenden Beliebtheit. Insbesondere Lipizzaner, Anadlusier, Lustiano, Friese und Knabstrupper sind begehrte Pferderassen für die Klassisch-Barocke Reitweise.

Viele Barockpferderassen haben ihren Ursprung auf der iberischen Halbinsel. Von dort aus gelangten spanische Pferde nach ganz Europa, wo sie die unterschiedlichsten Pferderassen in der Zucht beeinflussten.




Bei den Barockpferden handelt es sich zumeist um die Abkömmlinge königlicher Pferde, die zur Verwendung bei Ritterspielen, Schauvorführungen und Paraden gezüchtet wurden. Einge Barockpferde wurden und werden jedoch auch zum Rinderhüten eingesetzt oder dienten wie der Friese über Jahrhunderte hinweg als bodenständige Arbeitspferde in der Landwirtschaft.

Barockpferde weisen einige gemeinsame äußerliche Merkmale auf, die je nach Pferderasse stärker oder schwächer ausgeprägt sein können. Barockpferde besitzen eine deutlich ausgeprägte Knieaktion, die den typisch barocken Bewegungsablauf – insbesondere den erhabenen Trab, möglich macht.

Charakterlich zeichnen sich Barockpferde durch eine besondere Gutmütigkeit und Menschenfreundlichkeit aus. Zudem sind sie äußerst intelligent, was sie in außerordentlichem Maße für die Lektionen der Hohen Schule geeignet macht.

Barockpferde – Rassen

  • Lipizzaner
  • Andalusier / P.R.E.
  • Lustiano
  • Friese
  • Berber
  • Knabstrupper
  • Kladruber
  • Camarguepferd
  • Sorraia

Barockpferde – Merkmale

  • langer Kopf – häufig konvexe (nach außen gebogene) Nasenlinie
  • hoch aufgesetzter Hals mit Schwung
  • dichte Mähne – häufig gelockt (sollte nicht verzogen werden)
  • kurzer Rücken
  • kräftige Kruppe
  • oft Hinterbeine stark gewinkelt